REVIEW

FILM „Walk of the Dead – Vampires vs. Zombies Box“ (Horror)

Originaltitel: Walk of the Dead – Vampires vs. Zombies Box

Herstellungsland: GB 2009

DVD Veröffentlichung: 17.01.2013

Wertung: Gut

Regie:  George A. Romero, Francis Lederer, Roger Corman, Ubaldo Ragano, Herk Harvey

FSK: ab 16

Darsteller: Vincent Price, Jack Nicholson, Giacomo Rossi Stuart, Bela Lugosi, Boris Karloff

Genre: Horror

Studio: SchröderMedia

 

Diese Box beinhaltet viele tolle Klassiker aus der Horrorfilmgeschichte. Zudem ist die Creme de la Creme der alten Gruselschauspieler vertreten. Vincent Price, Bela Lugosi, Boris Karloff,.. Was will man mehr wenn man auf die alten Meister steht oder diese kennenlernen möchte? Sicherlich ist diese Zusammenstellung auf 2 DVD’s nicht unbedingt etwas für den wirklichen Sammler alter Filme, denn die Ausstattung ist sehr schmal gehalten und Specials gibts auch keine. Aber wer einige der besten Horrorklassiker für geringes Geld kaufen möchte macht hier ganz bestimmt nichts falsch. (michi)


Inhalt:

Last Man on Earth 1964:
Robert Morgan ist der letzte Überlebende einer Seuche, die vor Jahren die Menschheit befiel und ihre Opfer in Vampire verwandelte. Jede Nacht machen die Horden nun Jagd auf Morgan, der sich in seinem Haus mit Knoblauch und Spiegeln verbarrikadiert. Tagsüber hingegen ist es Morgan, der ihre Verstecke sucht und sie mit Pfählen endgültig tötet. Eines Tages trifft er in einem Park auf eine Frau namens Ruth, die behauptet ebenfalls immun zu sein, aber doch eine merkwürdige Abneigung gegen Knoblauch hat …

Last Man on Earth ist ein Science-Fiction- und Horrorfilm aus dem Jahr 1964 mit Vincent Price in der Hauptrolle. Ebenso wie „I Am Legend“ aus dem Jahre 2007 mit Will Smith basiert dieser Film auf dem Buch von Richard Matheson und bleibt diesem in der Handlung weit aus treuer, als es die spätere Neuverfilmung tut.

Draculas Blutnacht 1958:
Da ihm seine Verfolger zusetzen, sieht sich der blutsaugende Graf Dracula gezwungen, aus Europa zu flüchten. Er ermordet den tschechischen Künstler Gordal, der auf der Reise zu seinen Verwandten nach Kalifornien war, und nimmt dessen Identität an. In den USA wird er von seiner vermeintlichen Cousine Cora Mayberry und deren Teenagertochter Rachel aufgenommen, die die Eigenheiten ihres Gastes der europäischen Kultur zurechnen. Nachdem Dracula die blinde Jenny zur Vampirin gemacht hat, häufen sich die mysteriösen Todesfälle in der kalifornischen Kleinstadt. Das ruft schließlich auch Polizist Meiermann aus Europa auf den Plan.

Paul Landres Vampirfilm war in Deutschland über viele Jahre nicht zu haben und daher auch fast in Vergessenheit geraten. Aufgrund der eher mäßigen Spannung und des wenig spektakulären Grafen ein Film, den man nicht unbedingt haben muss, allerdings hier innerhalb dieser Box ein netter Bonus ist und wer Vampirfilme sammelt, braucht auch dieses Werk.

White Zombie 1932:
Der reiche Plantagenbesitzer Beaumont überredet das junge Paar Madeleine und Neil, sich auf seiner Plantage auf Haiti trauen zu lassen. In Wirklichkeit hat er es jedoch selbst auf Madeleine abgesehen. Als die sich weigert, ihn zu erhören, wendet er sich an seinen sinistren Nachbarn Legendre. Mit Legendres Hilfe kann er Madeleine in ein willenloses Geschöpf verwandeln, doch es dauert nicht lange, bis auch Beaumont ein Teil der Zombie-Sammlung Legendres wird. Verzweifelt versucht Neil mit der Hilfe des Missionars Cathorn, Madeleine zu retten.

Victor Halperin hat 1932 mit WHITE ZOMBIE den wohl ersten Film erschaffen, in dem Zombies als Untote ihr Unwesen treiben, auch wenn hier der klassische Ansatz des Voodoos spürbar ist. Bela Lugosi hat hier ein Jahr nach „Dracula“ zu Recht einen weiteren Horrormeilenstein in seiner Filmographie. Muss man kennen!

Nacht der lebenden Toten 1968:
In einem Vorort Pittsburghs werden die Bewohner von Zombies verfolgt, die es nach Menschenfleisch dürstet. In einem Haus, dessen Besitzer den Zombies bereits zum Opfer fiel, suchen zwei voneinander unabhängige Gruppen Zuflucht vor den Untoten. Durch Radio und Fernsehen erfahren sie, dass man extraterrestrische Strahlung für die Zombieangriffe verantwortlich macht, die sich mittlerweile über das gesamte östliche Gebiet der Vereinigten Staaten erstrecken.

Der wohl größte Zombie Klassiker erschaffen 1968 von George A. Romero. Für etwa 110.000 Dollar aus größtenteils privaten Mitteln erschaffen, setzte dieser Film Maßstäbe im Zombie Genre und dient noch heute als Vorbild für zahllose ähnliche Filme. Erstmals waren die Geschöpfe nicht mehr nur willenlose Voodoomarionetten sondern aus eigenem Antrieb wiederauferstande Tote auf der Jagd nach Menschenfleisch.

Schloss des Schreckens (The Innocents / TheTerror) 1961:
Der junge Offizier der napoleonischen Armee, Andre Duvalier, verknallt sich an der baltischen Küste in die geheimnisvolle Elaine. Als diese bald darauf spurlos verschwindet, führt ihn seine Suche zum Schloss des Baron von Leppes. Noch ahnt Duvalier nicht, dass es sich bei Elaine um den Geist der seit zwanzig Jahren toten Schlossherrin handelt, die zurück gekehrt ist, um Rache für ihren grauenhaften Tod zu nehmen.

Nach der Erzählung The Turn of the Screw von Henry James wurde dieser Schwarz Weiß Horrorfilm von dem Briten Jack Clayton gedreht. Auch wenn er aus den frühen 1960ern stammt, versprüht der Film eher den Charme der 40er oder 50er Jahre. Aufgrund der dichten Atmosphäre ist auch dieser eher unbekanntere Film sehr interessant.

Tanz der toten Seelen (Carnival Of Souls) 1962:
Mary Henry überlebt als einziges von drei Mädchen ein Wettrennen in der Provinz von Kansas und irrt verwirrt in der Gegend herum. Später übernimmt sie einen Job als Kirchenorganistin in Salt Lake City. Unterwegs dorthin entdeckt sie die Überreste eines alten Vergnügungsparks und beginnt zu halluzinieren – eine bizarre Erscheinung verfolgt sie.

Herk Harveys Tanz der toten Seelen (Carnival of Souls) ist ein Horrorfilm aus dem Jahre 1962 der mit geringen Mitteln produziert wurde und letztlich auch sein einziger Film blieb. Angelehnt an die Geschichte „Ein Vorfall an der Owl-Creek Bridge“ kann der Film durchaus gefallen, erinnert Teils sogar von den Bildern an Werke von David Lynch.