EMPFEHLUNG, REVIEW

ALFAR “Twilight Of The Gods” (Viking/Death Metal)

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“Twilight Of The Gods”
(Viking/Death Metal)

Wertung: Empfehlung!

VÖ: 16.06.2015

Label: SoundAge Prod.

Webseite: Facebook / Bandcamp

Viking Death Metal steht uns mit dem zweiten Album “Twilight Of The Gods” von ALFAR ins Haus. Da denkt man doch bei Stil und Albumtitel u.a. auch gleich an Amon Amarth – ich auch. Das hat aber mehr mit der Musik an sich zu tun, denn ALFAR erinnern tatsächlich an die Schweden, aber nicht im Sinne ihrer Nackenbrecher und Kreiselbanger, sondern eher den ruhigeren und melancholischeren Stücken wie z.B. “Runes to My Memory”. Die Musik aber nur mit den Schweden zu vergleichen, macht nicht viel Sinn. Die Stücke hier sind noch viel mehr vom sphärischen Keyboardeinsatz geprägt, während nahezu jeder Track ohrwurmfähige Melodien hervorbringt und dem ganzen Werk mit einer sehr melancholische Stimmung untermalt ist. Der heisere Gesang erinnert mich zudem mehr an Aleksi Sihvonen von NORTEHR, denn an Johan Hegg.

Obwohl die Songs auf dem ersten Ohr teils recht recht simpel klingen und es viele Rhythmus- und Melodiefolgen sicher schon anderweitig gibt, bildet das gesamte(!) Album eine grandiose Einheit. Ich liebe den sehr episch getragenen Song “Norns” (auch wenn er mit über sechs Minuten etwas zu lang ist), da ihn tagelang im Ohr hatte. Das gleiche gilt für den Titeltrack. Dazu finde ich die etwas schnelleren Stücke “Kill Them all, “March Of Dead” und “Bravest of the Gods” absolut bangenswert. Nicht zu vergessen “Riding Thundergod”, der von allen Songs am nächsten an Amon Amarth dran ist und auch auf einem Album ab “Versus the world” hätte sein können. Zum Schluss verrate ich auch noch, dass die Band nicht wie man denken könnte aus Skandinavien oder z.B. Deutschland kommt, sondern aus Weißrussland. Daneben handelt es sich wohl um ein Ein-Mann-Projekt von Dmitry Pinchuk (Wartha), was ich aufgrund der hohen Qualität des Albums richtig erstaunlich finde.

Auf http://alfar-band.bandcamp.com/album/twilight-of-the-gods könnt ihr euch das ganze Album anhören. Es lohnt sich! (eller)