REVIEW

AGALLOCH “The Serpent and the Sphere” (Post-Black Metal / Progressive Metal)

AGALLOCH

“The Serpent and the Sphere”
(Post-Black Metal / Progressive Metal)

Wertung: gut

: 16.05.2014

Label: Eisenwald Tonschmiede

Webseite: Homepage, Facebook

“The Serpent and the Sphere” ist es ein Album, was sehr viel beinhaltet und welches man durchaus mit dem Begriff “Tiefe” besprechen muss. AGALLOCH verbinden (Post) Black Metal mit folkigen Momenten, progressiven Parts, klingen aber immer nachvollziehbar, was bei der Mischung ein großer Vorteil ist. Andererseits klingt alles auch sehr domestiziert und sauber, will heißen, dass Atmosphäre vorhanden ist ohne Ende, aber eher kopf-, als bauchgesteuert.

Die Songs werden eingerahmt in drei Zwischenspiele und vor allem der erste Song “Birth and Death of the Pillars of Creation” ist eine Überraschung, denn wer erwartet, dass das Album mit einem Donnerschlag beginnt, sieht sich auf eine 10:28 minütige Probe gestellt. Direkt danach kommt mit “sepents caput” das erste Zwischenspiel und so vergeht eine gute Viertelstunde, bevor es etwas harscher zur Sache geht. Aber auch dann regiert nicht die blinde Wut die Songs, sondern mehr das wohldurchdachte Reflektieren. Besonders stark klingen AGALLOCH, wenn sie sehr postrockig zur Sache gehen und der absolut beste Song (meiner bescheidenen Meinung nach) ist “Plateau of the Ages” ein wohldurchdachtes Postrock-Monument.

Die vielen Facetten machen es mir nicht leicht. Ich habe die berechtigte Befürchtung, keinen wirklichen Zugang zu AGALLOCH zu bekommen. Egal wie oft und in welchen Situationen ich das Album höre, es löst nicht wirklich was bei mir aus. Damit meine ich auf der emotionalen Ebene, wenn ihr versteht. Mein Hirn sagt, dass es ein bemerkenswertes Album ist, mein Herz und meine Seele wird dabei eher nicht berührt, wenn man von “Plateau of the Ages” mal absieht.

Wer auf einen innovativen Mix der Genres steht, sollte AGALLOCH allerdings sein Ohr schenken! (chris)