DANIJEL ZAMBO :: Ausdruck und Emotion eines Stückes stehen im Vordergrund

Nachdem ich alle seine Platten in jeweils einem Review dargestellt habe und mir alles gut gefiel, dachte ich mir, dass es an der Zeit sei, mit dem Künstler selbst zu sprechen. Die Links zu den einzelnen Reviews und anderen Seiten, Danijel betreffend, habe ich euch unten angefügt. Jetzt könnt ihr erst aber lesen, welche Fragen ich dem Augsburger Multitalent gestellt habe.

 

AMBOSS: Moin Moin! Vielen Dank für die Möglichkeit eines Interviews. Wie geht es dir?

DANIJEL ZAMBO: Moin, ich bin derzeit gesundheitlich leicht angeschlagen – wer ist das grad nicht – aber ansonsten geht’s mir sehr gut!

 

A: Erzähle uns etwas über dich. Wie kamst du zur Musik?

DZ: Ich habe etwa mit 15 oder 16 angefangen, Musik zu machen, da ich damals eine klassische Gitarre und eine elektronische Heimorgel geschenkt bekommen hatte! Ich war damals sowohl von Filmmusik, als auch von Death und Black Metal fasziniert und kurz darauf hab ich mir dann noch eine E-Gitarre und einen Vierspur-Taperecorder gekauft und dann ging es los mit den ersten Kompositionsversuchen!

 

A: Was machst du im „richtigen“ Leben?

DZ: Ich arbeite seit etwas mehr als vier Jahren halbtags in einem Kino als Filmvorführer und bin selbstständig als Komponist unterwegs. Davor hab ich eine Weile als Buchhändler gearbeitet, da ich in dem Bereich meine Ausbildung gemacht hab, aber die Musik steht immer im Mittelpunkt!

 

A: Welche Musik hörst du privat am liebsten und warum?

DZ: Seit etwa zwei Jahren höre ich unwahrscheinlich gerne Popol Vuh, da die Musik auf’s Wesentliche reduziert ist, wundervolle Melodien enthält und ich sie als sehr erfrischend empfinde! Zudem ist sie eine wunderbare Begleitung zu meinen morgendlichen Yogaübungen. Ansonsten höre ich sehr viele unterschiedliche Bands und Richtungen – meine derzeitigen Favoriten sind Opeth, Ulver, Gustavo Santaolalla, Shannon Wright, Matti Bye, David Sylvian und Efterklang.

 

A: Wieso machst du deine Musik alleine und nicht in einer Band?

DZ: Ich habe ziemlich viel Zeit in Bands verbracht, habe aber nach einer Weile immer das Gefühl gehabt, dass nicht alle an einem Strang ziehen oder nicht die Musik im Mittelpunkt steht. Ich arbeite auch immer gern auf ein Ziel hin und hatte irgendwann einfach keine Lust  mehr, meine Zeit in Proberäumen zu vergeuden! Ich habe auch eine kleine Live-Band, die aus einem Schlagzeuger und einer Sängerin besteht und hin und wieder spielen wir auch Auftritte und arbeiten dann gemeinsam die bestehenden Songs für die Gigs aus, da passiert dann auch nochmal ganz viel und das macht echt Spaß!

 

A: Wieso bist du vom elektronischen Stil deiner ersten beiden Alben, jetzt auf den eher akustischen Stil ausgewichen?

DZ: Das hat sich relativ natürlich so entwickelt! Wie gesagt, hab ich früher viel in Bands gespielt und da hab ich dann zum Ausgleich für mich eher elektronische Musik gemacht, aber nach zwei eher elektronischen Alben hab ich irgendwie die Lust verloren und empfinde es sehr viel angenehmer, einfach an der Gitarre zu komponieren, als am Rechner zu sitzen! Vielleicht hat das auch mit dem Alter zu tun, aber für mich stehen mittlerweile viel mehr der Ausdruck und die Emotion eines Stückes im Vordergrund als die Produktion und die Sounds.

 

A: Warum veröffentlichst du die Songs deines Projektes Walden nicht unter deinem eigenen Namen?

DZ: Walden hab ich eigentlich ziemlich bald nach meinem letzten regulären Album”Of Darkness, Light and Love Behind” angefangen, da ich einfach mal was ganz anderes machen wollte und komplett auf den ganzen Computer-Schnickschnack verzichten wollte! So sind dann diese schlichten, nur auf die Gitarre reduzierten Stücke entstanden und da die Stücke dann auch noch gut ankamen, hab ich mich prompt auf die Suche nach einem geeigneten Label gemacht! Ich hatte zu dem Zeitpunkt auch noch überhaupt keine Ahnung, wie es musikalisch mit meinen regulären Sachen weitergeht, deshalb wollte ich das auch bei der Namensgebung voneinander abgrenzen.

 

A: Hast du außer Walden noch andere Projekte?

DZ: Ja, da ich ein alter Metal-Head bin, hab ich auch noch ein Death Metal und neuerdings auch ein Black Metal Projekt am laufen! Das sind beides Stile, die ich in meiner Jugend viel gehört hab und so ganz kommt man auch nie davon weg, aber es ist auch ein schöner Kontrast zu den eher ruhigen Stücken, die ich sonst so mache.
A: Was steht bei dir musikalisch als nächstes an?

DZ: Ich bin gerade dabei, die nächste Walden fertig zu stellen – gerade in den letzten zwei bis drei Monaten hat sich da ganz schön viel getan und die Stücke sind sozusagen aus mir herausgesprudelt! Die neuen Stücke sind insgesamt länger und reicher instrumentiert und teilweise auch mit Chören versetzt. Ich brauche noch ein bis zwei Stücke und dann wird die Scheibe vermutlich im nächsten Herbst veröffentlicht.

 

A: Die letzten Worte des Interviews gehören dir. Bitteschön…

DZ: Herzlichen Dank für das Interview und die Unterstützung – macht weiter so!!!
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Review “All My Demons”
Review “Of Darkness, Light And Love Behind”
Review “The World Is Too Loud”
Review “Walden”