EMPFEHLUNG, REVIEW

DIMMU BORGIR „Grand Serpent Rising“ (Symphonic Black Metal)

DIMMU BORGIR

„Grand Serpent Rising“
(Symphonic Black Metal)

Wertung: Empfehlung!

VÖ: 22.05.2026

Label: Nuclear Blast Records

Webseite: Bandcamp / Instagram / Spotify

Das 10. Album von DIMMU BORGIR hat (wieder mal) lange auf sich warten lassen.
Nämlich auch 8 Jahre, wie sie auch zwischen „Abrahadabra“ und „Eonian“  lagen.
Die beiden Alben gefielen mir anfangs recht gut, konnten auf Dauer aber viel weniger überzeugen als meine liebste Phase um den Jahrtausendwechsel. „Puritanical Euphoric Misanthropia“ ist immer noch ein perfektes Biest!
Und in diese Richtung geht es mit „Grand Serpent Rising“ zum Glück wieder.
Das Album soll nämlich eine Art Zusammenschnitt der Band-Geschichte darstellen.
Und das haben (nach dem Weggang von Galder nach fast 25 Jahren) die beiden Norweger hervorragend hinbekommen!
Was mich hier am meisten begeistert ist die Reduktion von Chören, Effekten und Bombast!
Weg ist das Ganze natürlich nicht, wo wären DIMMU BORGIR sonst. Aber grad auf den letzten beiden Scheiben hat das Ganze schon überhandgenommen, was zumindest bei mir dafür gesorgt hat, dass sich die Scheiben zügig abgehört hatten, da sie mich so überfahren haben. Ich hatte schon fast mit der Band abgeschlossen, aber „Grand Serpent Rising“ ist der Stinkefinger, den ich dafür kassiere.
Black Metal gibt es schon lange nicht mehr und darauf braucht auch niemand mehr warten! Das was DIMMU BORGIR hier abliefern ist wieder großer Bombast Black Metal, der „für die Kinoleinwand gemacht wurde und nicht für den Handybildschirm“!
Ich vermisse zwar immer noch den engelsgleichen Gesang von ICS Vortex, das geniale Spiel von Mustis (auch wenn Track 1 und 13 wirklich gut klingen) und das abartige Geballer von Nick Barker, aber das hier ist die beste Version von DIMMU seit der eben genannten Besetzung zu der ja auch noch Galder gehörte! Wobei der polnische Drummer „Daray“ auf dieser Platte schon einen ziemlich guten Job gemacht hat.
Auch dieses Mal konnten die Vorabsingles bei mir keine Begeisterung auslösen, aber sie befinden sich auch in der ersten Hälfte der Scheibe und die zweite Hälfte ist für mich mit Songs wie „Repository Of Divine Transmutation“ (schließt die erste Hälfte ab), „Slik Minnes En Alkymist“ und „The Exonerated“ sehr viel stärker ausgefallen! Ja, es kommen auch wieder norwegische Texte vor und gleich bei 2 Songs! Sehr schön!
Ich bin so begeistert von der Scheibe, dass „Grand Serpent Rising“  nach 1 Woche schon fast so viele Plays bei mir hatte, wie „Spiritual Black Dimensions“ in den letzten 15 Jahren (ach, last.fm ist doch einfach schön)! Könnte auch daran liegen, dass ich das Gefühl habe, dass es auf diesem Album wieder etwas zackiger zu Werke geht, als die Alben vorher!
Beim Sound hat Fredrik Nordström im Studio Fredman zum vierten Mal die Knöpfe für DIMMU BORGIR und dieses Mal wirklich gut gedreht!
Inwiefern er eventuell dazu beigetragen hat, dass der Bombast zurückgefahren wurde, kann ich natürlich nicht beurteilen, aber das ist der große Pluspunkt im Sound, an dem es sonst gar nichts zu meckern gibt. Er passt perfekt zu DIMMU!

Mit „Grand Serpent Rising“ sind DIMMU BORGIR in alter Stärke zurückgekehrt und geben den Thron im symphonischen Black Metal nicht her! (hendrik)