REVIEW

MANDRAGORA „First Attack“ (Heavy Metal)

MANDRAGORA

„First Attack“
(Heavy Metal)

Wertung: sehr gut

: 06.06.2014

Label: Inkas Noize

Webseite: Facebook

Im Rahmen des genialen Abends, der mit mit dem Auftritt von COBRA gekrönt wurde, durfte ich Lucho kennenlernen: ein Heavy Metal Maniac, wie er im Buche steht… er stammt aus Peru, lebt in Deutschland und hat ein kleines Label am Start: Inkas Noize, bei dem er sich seiner Leidenschaft widmet. Dem südamerikanischen Heavy fuckin′ Metal.

Die erste Veröffentlichung auf seinem kleinen Label ist eine Single der peruanischen Band MANDRAGORA, die bereits 2010 ein Demo namens „Steel Metal“ veröffentlicht hat. Der Frontmann bei MANDRAGORA ist die Frontfrau Fatima Natthammer, die eine starke Röhre besitzt und herrlich erdig und rau singt. Als die Band 2014 für DORO den Konzertabend eröffnet hat, dürfte sich unsere DORO sicherlich noch einen Aufputschtee gegönnt haben, damit sie mit der Power von Fatima mithalten kann.

Die A-Seite der Single enthält „Lady in Black“, einem furiosen Heavy Metal-Song der klassischen Schule, mit feinem Bassspiel (Jorge Mandragora), kraftvollen Drums von Abel und starken Riffs und stärkeren Soli von Herman Gers und Paulo Rocket. Der Song hat Power und Energie und frisst sich sofort in der Hirnrinde fest.

Die B-Seite besteht aus „Snakebite“, der im gehobenen Midtempo galoppiert und einen so verdammt klassischen Refrain zu bieten hat, den man sofort beim zweiten Durchgang mitsingt und die Fäuste in die Luft reckt. Die Gitarrenarbeit ist bei diesem Song grandios… die Soli sind Heavy Metal pur und schon wieder, wie damals bei COBRA, habe ich das Gefühl, dass diese Musik auf die großen Bühnen der Welt gehört. Ein super Song, der sich ebenfalls im Ohr festfrisst und den man nicht mehr los wird.

Wir haben aktuell in Deutschland verdammt starke, junge Heavy Metal-Bands am Start, die den alten Säcken ordentlich Paroli bieten, aber wenn ich COBRA und MANDRAGORA als Referenz nehme, haben die südamerikanischen Bands noch mehr Feuer im Blut und Hummeln im Arsch… die Energie, die beim Hören übertragen wird, ist erstklassig!

Es ist nicht verwunderlich, dass kurz nach Veröffentlichung der Single im vergangenen Jahr Infernö Records an die Tür geklopft haben, denn die Band ist verdammt gut drauf, Fatima hat eine starke Stimme und die Songs killen. Ein komplettes Album soll noch in diesem Jahr folgen!

Wer Interesse an der Single hat, die auf schwarzem Vinyl und einem Beiblatt erschienen ist, wendet sich mal ganz flugs an Inkas Noize! (chris)