LIVEBERICHT

COBRA :: Rough Riders in Europe


Live in der alten Welt im April
Text & Fotos © Chris
COBRA / EAT THE TURNBUCKLE

Letztes Jahr habe ich in einem Blindkauf die beiden Alben „Lethal Strike“ und „To Hell“ von COBRA bei Ván Records erstanden und ich war sofort geflasht. Der Heavy Metal der peruanischen Jungs geht so unglaublich in die Nackenmuskeln, dass ich die beiden Scheiben bei mir auf Heavy Rotation habe. Ihre Mischung aus nackenbrechendem Heavy / Speed Metal und den melodiösen Songs, die dein Hirn nie wieder verlassen werden, sucht definitiv seinesgleichen. Klar, wir haben STALLION und BLIZZEN, aber COBRA transportieren den Spirit sogar noch etwas besser, als unsere deutschen Galionsfiguren des Heavy Metal.

Ursprünglich hatte ich ja damit gerechnet, dass die Band als Mitglied des mächtigen Ván-Clans auf dem ACHERRONTIC ARTS FESTIVAL am 01./02. Mai aufspielen wird, aber manchmal kommt es anders, als man denkt und bereits gut einen Monat vorher haben die fünf sämtliche Ersparnisse zusammengekratzt und eine Crowdfunding-Kampagne am Laufen, damit sie ihren Heavy Metal in Europa zelebrieren können. Ich freue mich extrem darüber, dass ein kleine Band aus Peru den Weg nach Deutschland schafft und vor allem, dass ich die Chance habe, sie live zu erleben. Die Location ist winzig und wird dem Untergrund-Gedanken 1000%ig gerecht. Was ich vor, während und nach dem Gig erlebe, ist einfach nur geil: Ich habe mich selten so lange mit (bis dahin) Fremden unterhalten und jeder hatte sofort einen Draht zueinander, tauscht sich aus und schnackt, bis es endlich losgeht. Das ist so entspannt und geil, dass ich eigentlich gar nicht mehr weg will. Wenn DAS, was wir heute alle gemeinsam hier erleben, der Untergrund ist, dann ist er gesund und so verdammt lebendig… ich bin echt froh, Teil dieses Abends zu sein. Wer dabei war, wird verstehen, was ich meine!

Aber kommen wir nun zum Wesentlichen: COBRA. Aufgrund meiner ungeheuren Erwartungshaltung stehen die Chancen leider gut, dass der der Gig eine komplette Enttäuschung werden könnte, denn wenn man die Studioalben so liebt, ist es manchmal schwer, dass diese Erwartungen auch live erfüllt werden. Aber als die Band den Raum entert und mit „Rockmetal“ loslegt, werden alle Zweifel beiseite gefegt. Ich weiß nicht, wie oft die Band zu Hause live spielt, aber Andrés′ und Nitos Gitarren harmonieren von der ersten Sekunde an, Pochuck (d) und Augusto (b) legen einen mächtigen Rhythmusteppich aus und Harry thront über allem mit seinen genialen Vocals! Seine hohen Schreie gehen durch Mark und Bein und er hat es live einfach drauf. Bereits mit „Fallen Soldier“ sind die Fans im Heavy Metal-Himmel angekommen und Harry beweist, dass er nicht nur den normalen Gesang und seine Schreie perfekt beherrscht, sondern auch die melodiösen Parts einwandfrei meistert. Leute, dass ist Heavy Metal Deluxe! „When I walk the streets“, der Song, der Pate für das Tourmotto steht, „Rough Riders“ und der Titeltrack des zweiten Albums „To Hell“ knallen ohne Ende und begeistern mich mit unglaublicher Energie und so grandiosen Soli! Verflucht, ich bin verliebt!

Wenn man bedenkt, dass Südamerikaner mit einem besonderen Temperament gesegnet sind, war das bisher gebotene noch etwas zurückhaltend, aber spätestens bei „Blessed by beer“ geht Harry etwas aus sich raus und nach einem unterhaltsamen Mitsingspielchen segnet er uns tatsächlich mit einer Pulle Bier… ich will gar nicht wissen, was zu Hause bei den Jungs bei den Konzerten abgeht! Der „Highland Warrior“ kommt noch, um uns zu retten und ich werde den (zugegeben recht simplen) Refrain seit einigen Tagen nicht mehr los und liebe die Gitarrensoli, die die Jungs aus den sechs Saiten zaubern! Ich sage euch, dieser Abend ist für mich etwas Besonderes.

Man muss definitiv kein Prophet sein, um dass, was ich euch nun sage, zu erkennen: bis jetzt sind COBRA bestenfalls ein Geheimtipp, aber spätestens am 24.04.2015 auf dem „Keep it true“-Festival wird die Bombe platzen. Es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn die DEAF FOREVER-Redaktion nicht einen Ohrgasmus nach dem anderen bekommt… und das völlig zurecht. Der Hunger der Band, das Können und die Leidenschaft habe ich so hoch konzentriert bisher nur verdammt selten erlebt. Ich wünsche COBRA nur das Beste für die Zukunft!

Nachdem man die Heavy Metal-Vollbedienung durch COBRA genossen hat, flacht das musikalische Erlebnis durch EAT THE TURNBUCKLE deutlich ab und man hat Zeit für einige Bierchen. Sollte an diesem Abend jemand das allererste Mal Amerikaner zu Gesicht bekommen haben, werden sämtliche Vorurteile gegen Amerikaner auf einen Schlag bestätigt. Stumpf und gewalttätig. Die Band spielt eine Mischung aus Hardcore und Rock′n′Roll, rifft und groovt stumpf herum, ist aber nicht unsympathisch! Ihre musikalische Darbietung peppen die Jungs auf, in dem sie sich etwas verstümmeln… Gabel in die Stirn? Läuft. Pizzaschneider über den Haaransatz? Geht auch. Wrestling-Prügeleinlagen, Würgerituale, zerschmetterte Leuchtstoffröhren, Käsereiben, mit Stacheldraht umwickelte Krücken und Rosengitter… alles dabei und zwischen bzw. bei den Songs gibt′s voll auf die Zwölf… Die Show ist wie ein Autounfall, der auf RTL II live übertragen wird… seltsam, aber man guckt nicht weg.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Tam Tam und COBRA und grüße meine neuen Freunde Lucho, Olli und Alfred! Es war mir eine große Freude, euch kennengelernt zu haben! Bis zum nächsten Mal! (chris)

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Einen ganz besonderen lieben Dank geht an Lucho Palomino, der Heavy Metal lebt und atmet und keine Arbeit scheut… er hat den Bericht mal fachkundig ins spanische übersetzt! MUCHAS GRACIAS, QUERIDO LUCHO!

** TRADUCCIÓN DEL ALEMÁN AL ESPAÑOL: RESEÑA DEL CONCIERTO DE COBRA (Perú) EN KASSEL – ALEMANIA 03 Abril 2015 **

El año pasado, en una compra a ciegas adquirí ambos álbumes “Lethal Strike” y “To Hell”, ambos disponibles a través de VAN RECORDS, los compré y en casa los hice tocar al instante. El Heavy Metal de estos chicos peruanos increíblemente va directo a los músculos del cuello y ahora ambos discos son entre a los que mayor rotación les doy en el Stéreo. Esa combinación que ellos hacen de aquel Heavy / Speed Metal rompecuellos con canciones melódicas que se te meten y no dejaran de sonar en tu cabeza, incomparables. Claro, nosotros tenemos (en Alemania) a STALLION y a BLIZZEN, pero COBRA transporta el espíritu incluso ligeramente mejor que alguna de nuestras figuras alemanas del Heavy Metal.

Originalmente pensaba que al ser ya la banda un miembro partícipe del clan de la poderosa VAN RECORDS tocarían pues en el ACHERRONTIC ARTS FESTIVAL que se llevo a cabo del 1° al 2 de Mayo, pero a veces las cosas salen de otra manera. Justo hace un mes el quinteto puso en marcha una campaña para recaudar fondos, para que a resultado de eso puedan aquí celebrar con nosotros su Heavy Metal. Me alegro extremadamente que una banda pequeña de Perú se haya abierto su propio camino al mercado alemán, y ante todo me siento privilegiado de poder haberlos visto en vivo.

El local resultó siendo pequeño pero acorde al 100% a la mentalidad underground. Lo que viví antes, durante y despúes del concierto resultó siendo fantástico: muy pocas veces en los conciertos he tenido largas conversaciones (hasta ahora) con extraños, pero de repente todos tenían una relación inmediata entre sí, algo en común que compartir, todos eramos extraños pero de repente alguien hablo y todos la siguieron, todo muy relajado muy natural; y es a ESO a lo que me refiero, cuando todos compartimos algo en común y vivimos un momento como este – entonces eso es el Underground y aquella velada gozaba de buena salud y carajo con harta vida esta nuestro movimiento… estoy realmente feliz, de haber sido una parte de esa velada, ¡quien estuvo ahí sabe muy bien a lo que me refiero!!!

Pero ahora vayamos al grano: COBRA. Por experiencia se que a veces cuando te esperanzas con un concierto este resulta muchas veces decepcionante, porque si tu amas los álbumes de Estudio estos son muy difíciles de que se reproduzcan cuando son tocados en vivo. Pero tan pronto la banda entro a la sala y dió el vamos con “Rockmetal” todas las dudas quedan aclaradas. Yo no sé que tan seguido la banda toca en su hogar, pero desde el primer segundo las armonías de guitarra de Andrés y Nito, mientras Pochuck (bateria) y Augusto (bajista) crean una poderosa sección rítmica la cual tendía la alfombra para que Harry haga retumbar todo con su genial voz! Sus altos van de principio a fin y esto acaba de empezar. Ya con “Fallen Soldier” el público ha tocado el Heavy Metal paraíso y Harry demuestra que domina muy bien el juego de voces, pasando de una voz normal a los gritos y de ahí a las partes melódicas a las cuales le hace frente de manera perfecta. ¡Hey gente esto es Heavy Metal de lujo! “When I walk the streets” que es un tema que cae perfecto para un paseo en moto, “Rough Riders” y el tema que le da el título al segundo álbum “To Hell” te matan y a la vez te inspira una energía desbordante y esos grandiosos solos! ¡Carajo, me he enamorado de esta banda!

Tengamos en cuenta que los sudamericanos son bendecidos con un temperamento distintivo y especial pues es algo a lo que no puedes escapar de la espuma de la cerveza en el tema “Blessed by Beer” en el cual Harry se sale de si mismo y en un juego entretenido nos bendice a todos con una botella de cerveza!… ¡Ni me imagino que pasará con los chicos cuando estan en casa tocando este tema! Luego el “Highland Warrior” viene a nuestro rescate (y me rindo diciendo la verdad) aquel coro se me pego y que adoro esos solos de guitarra en los cuales los chicos hacen pura magia! Les dije aquella velada fue algo especial para mí.

Y no se necesita ser un profeta para afirmar lo que vengo diciendo, pues para el conocimiento de todos hasta ahora a COBRA se le ha considerado como una banda caleta, pero muy seguro despúes del 24 Abril 2015 cuando la banda toque en el KEEP IT TRUE, este Festival será clave para que la banda explote con todo en Alemania. Al diablo con los editores de la DEAF FOREVER si es que al escuchar esto no han recibido ni un orgasmo tras otro, y esto es con toda la razón. Pues el hambre, el talento y la pasión que tiene la banda es contagiante. ¡Les deseo a COBRA solo lo mejor para el futuro!