EMPFEHLUNG, REVIEW

ANDREAS KARNATZ „Amateur Regisseur“ (Independent)

ANDREAS KARNATZ

„Amateur Regisseur“
(Independent)

Wertung: Empfehlung

VÖ: 2011 erschienen

Label: Eigenproduktion

Webseite:www.andreaskarnatz.de
Ein Album das sich so recht in kein Genre einordnen lassen will… Andreas Karnatz hat mit „Amateur Regisseur“ ein deutschsprachiges musikalisches Kleinod erschaffen, das in Punkto Dramatik und Sprachgewandtheit so manchem dunkeln und bösen Gothic eine Gänsehaut über dem Rücken laufen lassen wird. Ganz ohne Maske und Fassade werden im „ein Mann und eine Gitarre“ Stil Lieder vorgetragen, deren schlichte Schönheit schon bemerkenswert ist.

Sechs Jahre hat die Erschaffung dieser Klänge gebraucht und das merkt man auch, denn die sieben Lieder, die sich auf der CD befinden sind sowohl in musikalischer aber auch in textlicher Hinsicht absolut beeindruckend. Der Beginn des Albums ist mit dem Song „Amateur Regisseur“ fesselnd in der Textarbeit, denn hier wird das Seeleninnere über 10 Minuten hinweg nach außen gekehrt und musikalisch sensibel verarbeitet, ohne kitschig zu erscheinen. Lieder wie „Monumentale Kreaturen“, „Aus besserem Material“ oder vor allem „Spaet Revue“ muss man einfach mal gehört haben, um die Tragweite zu erfassen. Allerdings sollte man diese CD nicht unbedingt im Auto hören, sondern sich mal lieber mit einem guten Gläschen der Musik total widmen. Die raue Stimme lauschen, die knatzenden Saiten bewundern und einfach abtauchen,…

Das ist Musik zum Genießen, zum Weinen und Glücklichsein. Jede Stimmung wird intensiviert, vor allem aber findet man sich an vielen Stellen in den Worten wieder, ob das nun gut ist oder nicht. Worte wie Bilder und Bilder werden in Worte gefasst. Hört es euch an, wenn ihr mal wieder in eine ganz eigene Welt abtauchen wollt… (michi)