EMPFEHLUNG, REVIEW

PSYCHO PRAXIS „Echoes from the Deep“ (Prog Rock)

PSYCHO PRAXIS

„Echoes from the Deep“
(Prog Rock)

Wertung: Empfehlung

: 11.12.2012

Label: Black Widow Records

Webseite: www.psychopraxis.it

Jetzt stellt euch mal ganz ungeniert vor, KING CRIMSON, PINK FLOYD, JETHRO TULL, MARILLION und GENESIS treffen sich in ihren berühmt-berüchtigsten Line-ups und dampfen so richtig einen durch. Was dann dabei rumkommt ist definitiv eine grandiose Prog Rock-Platte, die dir das Hirn dampfen lässt. Jetzt kannst du dir ungefähr vorstellen, wie die PSYCHO PRAXIS-Scheibe „Echoes from the Deep“ klingt. Geil, oder? Jep! Die Scheibe ist genial! Sie bietet dir die ganze Energie des 70er Jahre Art Rocks / Progs und liefert mit „Privileged Station“ einen der definitiv besten Songs des Genres ab, der nicht in den 70ern geschrieben wurde. Energie, verrückte Ideen, ein Sänger, der schräg genug ist, um aufzufallen, aber gut genug, um die Songs authentisch rüberzubringen.

„P.S.M.“ ist ruhiger, aber hat diese kleinen, aber feinen Bass- und Gitarrenläufe zu bieten, die in mir den Wunsch wecken, sofort zur Klampfe zu greifen. Aber auch funkige Grooves und die Querflöte sind wieder dabei und die glorreichen 70er-Jahre-JETHRO TULL geistern mir durch das Hirn. Der Break am Ende schreit nach einer GENESIS-Bühnenumsetzung, wie Anno Dazumal mit dem genialen Peter Gabriel. Ob als Sonnenblume oder in diesem Falle besser als Nebel, wäre mir egal.

„Hoodlums“ stammt garantiert aus einer Session mit Roger Waters und hätte sich auf einem PINK FLOYD-Album sehr gut gemacht. Zum nächsten Song zu zappen wäre Blasphemie und man verpasst garantiert noch die letzte Wendung.

„Black Crow“ schreit aufgrund der bildhaften Sprache und dem schönen Arrangement einfach nach einer visuellen Umsetzung. Nichtsdestotrotz vielleicht einer der suboptimalen Songs auf dem Album, trifft er doch nicht hundertprozentig ins Schwarze. „Awareness“ und „Noon“ runden das Album dann in feinster Manier ab und ich habe sofort Bock, wieder auf Start zu gehen.

Das Album ist in sich so stimmig, verrückt, elegant, verspielt, ernst, grandios, dass ich mich beinahe vergessen könnte. Vielleicht liegt es auch an der Produktion oder den wunderschön klingenden Instrumenten, wie Orgel und Flöte, die dem Album einen leichtfüßigen Touch verleihen. Aber mir ist egal was es ist, ich will den Grund für die Magie gar nicht erkennen, weil sie dann verschwindet wie ein Wort im Wind, an das man sich nicht mehr erinnern kann. (chris)