PHILIP H. ANSELMO & THE ILLEGALS “Choosing Mental Illness As A Virtue” (Metal)

Online seit 27.01.2018

PHILIP H. ANSELMO & THE ILLEGALS

“Choosing Mental Illness As A Virtue”
(Metal)

Wertung: Sehr gut

VÖ: 26.01.2018

Label: Season Of Mist

Webseite: Facebook

Phil Anselmo kann es nicht lassen. Die Ikone haut das zweite Album mit seiner selbst zusammengestellten Band The Illegals raus. „Getaggt“ als Brutal Sludge Metal bin ich sehr gespannt, was mir die Scheibe bieten wird.
Und um es schon mal direkt vorweg zu nehmen, das ist wohl das härteste und krankste Album, was Anselmo je eingebrüllt hat.
Oben habe ich es als Metal ein kategorisiert, eine bessere Beschreibung kann es bei dem Mix wohl nicht geben. Alles von Metal über Death Metal, Grindcore, Crust und Noise ist hier vertreten.
Mir fällt es mittlerweile leider fast schwer bei Anselmo nur noch auf die Musik zu achten, besonders nach dem Dimebash, aber gibt ja auch genug andere Vögel, die gute Musik machen. Und am zumindest am Mikro ist Herr Anselmo einfach unschlagbar.
Und der Albumtitel scheint hier Programm zu sein. Bis jetzt hatte jedes Album mit Anselmo am Mikro diesen einen bestimmten Punkt, der aufblitzt, nämlich den typischen Anselmo am Mikro. Auf dieser Scheibe ist es anders. Klar, er kann sich nicht verleugnen und würde dies wahrscheinlich auch nie tun wollen, aber hier strotzt es nur so vor Stellen, bei denen man die bekannte Stimme gar nicht ausmachen kann. Er grunzt, schreit, kreischt und brüllt, dass es eine wahre psychotische Wonne ist.
Die gitarrenlastige Scheibe ist nur so von geilen Riffs gefüllt, die aus den oben genannten Genres kommen. Sehr harter Southern Rock, Grindcore, Death Metal, Noise, Crust. Alles drin!
Das Schlagzeug ballert dazu genauso bekloppt wie die Musik ist und pusht das Ganze dadurch noch ordentlich.
Der Sound ist wesentlich dreckiger als beim Debüt der Truppe und macht die Songs dadurch für mich noch viel runder.
Das Album ist beinahe perfekt für meine Ohren!
Anselmo wird immer ein bekloppter suchtaffiner Vogel bleiben, aber für solche Alben gebührt ihm mein größter Respekt! (hendrik)

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