INCARCERATION :: Ausgewanderter Killer Old School Death Metal

Online seit 15.10.2016

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Durch ihr Debüt, welches bald auf F.D.A. Rekotz erscheinen wird (Review hier), bin ich auf INCARCERATION aufmerksam geworden. Die Scheibe hat mich so umgehauen, dass ich Bandchef Daniel da Silva direkt ein paar Fragen stellen wollte. Er hat sich über die Anfrage gefreut und bereitwillig Auskunft gegeben. Vielen Dank dafür!

Amboss: Moin Jungs, wie geht es euch?
Daniel da Silva: Gerade während ich Dir schreibe sind es nur noch 3 Wochen bis „Catharsis“ veröffentlicht wird. Zu dem Zeitpunkt sind wir dann Dead Congregation auf Tour. Also gerade geht es uns gut, danke!

Amboss: Herzlichen Glückwunsch zu eurem ersten Album. Die Scheibe gefällt mir sehr!
Daniel da Silva: Danke sehr! Ich freue mich!

Amboss: Ich habe mich mit einer Beschreibung eures Stils recht schwer getan. Wie würdet ihr es selbst in Worte fassen?
Daniel da Silva: Killer Old School Death Metal!

Amboss: Das Album macht, auch in Verbindung mit dem Artwork, einen recht düsteren Eindruck. Worum geht es? Welche Themen behandelt ihr?
Daniel da Silva: Catharsis bedeutet ‘Heilung der Seele durch Drama’, also durch Kunst, Musik, und in unserem Fall durch extreme Musik. Dazu kommt inneres Chaos, Dämonen, Konflikte, Entscheidungen, Existentialgefängnis (deswegen Incarceration). Das Artwork zeigt ein bisschen von allem.

Amboss: Eure Scheibe hat sowohl moderne als auch viele Einflüsse der alten Schule. Woran orientiert ihr euch am meisten?
Daniel da Silva: Musikalisch definitiv an der alten Schule. Alte Slayer, Sepultura, Repulsion, Repugnant, Kaamos, Merciless, usw. Aber auf jeden Fall hören wir auch neue Bands die gut sind, und deswegen kommen vielleicht unbewusst Einflüße von denen in unseren Musik. Emptiness aus Belgien z.B. blew my mind als ich sie kennengelernt habe. Die Demo von Svartdaudi – 2010 -, unfassbar gut. Power Trip (Manifest Decimation), Black Breath (Heavy Breathing und Sentenced to Life), Nekromantheon (Rise Vulcan Spectre) sind ein paar Beispiele.

Amboss: Worauf seid ihr bei dieser Aufnahme besonders stolz?
Daniel da Silva: Schwere Frage irgendwie. Vielleicht sind wir besonders stolz, dass wir es einfach endlich geschafft haben. Es waren sechs Jahre Arbeit – drei allein, und drei mit den Jungs. Jetzt haben wir es hinter uns, und jeder kann es hören, jederzeit und irgendwie für die Ewigkeit.

Amboss: Was steht bei euch nach Release der Scheibe jetzt so auf dem Stundenplan?
Daniel da Silva: Erstmal die Tour mit Dead Congregation durch Deutschland, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland, Polen und der Schweiz. Danach haben wir noch ein paar Konzerte in Deutschland geplant und danach schauen wir mal was kommt.

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Amboss: Falls die Frage gestattet ist, würde mich brennend interessieren warum Du von Brasilien nach Deutschland gekommen bist? War die Entscheidung persönlicher Natur oder war die Musik der Grund?
Daniel da Silva: Persönlicher Natur 😉

Amboss: Wie seid ihr denn zu F.D.A. Rekotz gekommen, bei denen ihr ja auch schon 2013 die Tapeversion eurer EP veröffentlicht habt?
Daniel da Silva: Als „Sacrifice“ aufgenommen war, habe ich Rico „Forsaken And Forgotten“ gezeigt. Er meinte ich solle ihm ein zweites Lied zeigen, und wenn das auch so gut sei, würden wir sofort einen Vertrag bekommen. Ich schickte ihm „Sacrifice“. Ein paar Wochen später hat er das Tape veröffentlicht und in ein paar Tage darauf war es schon ausverkauft.

Amboss: Wie seid ihr denn zum Death Metal gekommen. Wer sind eure Helden? Welche eure liebsten Alben?
Daniel da Silva: Ich kann nur von mir persönlich sprechen. Death Metal habe ich durch meinen älteren Bruder mit 11 entdeckt. Ich war vorher Heavy Metal Fan, bis er mir alte Sepultura und „Symbolic“ von Death zeigte. Es hat mich gleich wahnsinnig gemacht. Die Agressivität und Technik von Death Metal, aber mit trotzdem gab es manche „Ohrwurmrefrain“, und die einfachen Strukturen des Heavy Metal. Als Kind habe ich mich direkt verliebt. Danach kam dann Morbid Angel, Deicide, Cannibal Corpse. Dann kam die brasilianische brutale Welle mit Krisiun, Rebaelliun, Abhorrence. Erst danach habe ich die schwedischen Bands kennengelernt: Nihilist, Entombed, Dismember, Interment, Repugnant, Kaamos. Viele davon sind meine Helden, und das sind auch so meine liebsten Alben.

Amboss: Was wäre livetechnisch im Moment so euer größter Traum? Mit welcher Band würdet ihr gerne mal spielen oder welchen Laden, bzw. welches Festival zerstören?
Daniel da Silva: Für mich persönlich wäre es ein großer Traum in Brasilien zu spielen.
Dort zu sein und mit INCARCERATION zu spielen wäre für mich surreal.
Band: Wir wollten schon ewig mit Dead Congregation touren und jetzt steht es vor der Tür – Wahnsinn.
Festivals: Ich würde sagen nochmal auf dem Party San zu spielen wäre super! Wenn es möglich wäre, würden wir eigentlich jedes Jahr spielen, Party San rules! Aber egal auf oder vor der Bühne, sind wir da jedes Jahr zum feiern! Netherland Deathfest oder Maryland Deathfest wäre auch genial aber sowas ist für uns kein Muss. Wir freuen uns schon total einfach zusammen zu sein, wieder im Bambi Galore in Hamburg für unsere Kumpel zu spielen, oder im Bahndamm in Wermelskirchen z.B. Micha, Björn und ich sind „Fucking Death Metal Clochards“ und brauchen nicht viel um einen guten Augenblick zusammen zu teilen. Bier, gute Mucke, wir drei, fertig. Aber natürlich, bei netten Kumpeln/Freunden und frei saufen ist noch geiler, ne.

Amboss: Vielen Dank für das Interview. Ich werde euch weiter verfolgen und freue mich jetzt schon auf neue Aufnahmen. Die letzten Worte gehören euch…
Daniel da Silva: Danke dir Hendrik. Death Metal bedankt sich für Deinen Support.
Für die Leser: danke Euch auch. Ihr seid sehr willkommen auf unseren Konzerten, also kommt mal vorbei, hört unsere Mucke und keep the flame burning! Uh! 666 \m/

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