HÖRSPIEL “Van Dusen – (06) Die Perlen der Kali”

Online seit 10.02.2012

VAN DUSEN

“(06) Die Perlen der Kali”
(Hörspiel)

Wertung: Gut

: 13.01.2012

Label: Folgenreich

Webseite: www.folgenreich.de

Inhalt:
S.S. “Columbia”, auf der Überfahrt von New York nach Southampton. Die Passagiere der ersten Klasse vergnügen sich auf einem Kostümball. Plötzlich wird es dunkel – und als das Licht wieder angeht, vermisst Lady Windermere ihre kostbare Perlenkette. “Sie sind verflucht, die schwarzen Perlen der Todesgöttin Kali!” erklärt der Maharadscha von Krischnapur. “Aberglauben!” sagt van Dusen und ermittelt den Täter. Doch als er diesen ermordet in seiner Kabine entdeckt, wird ihm klar: Der Fall ist viel komplizierter, als er zunächst vermutete…

Ähnlichkeiten zu Sherlock Holmes sind selbstverständlich rein zufällig…und unser sonst so ruhiger Prof. Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen verliert in dieser Folge auch nur bei dieser Gelegenheit die Contenance. Ansonsten muss er sich on diesem Falle anstrengen (was er natürlich niemals zugeben würde), um den Mörder zu entlarven. Die Geschichte ist spannend erzählt und bietet gute Unterhaltung.

Es ist interessant, dass Autor Michael Koser den guten Dreifach-Doktor auf eine Kreuzfahrt schickt, ist der Schöpfer dieser Figur, Jacques Futrelle, doch bei dem Titanic-Unglück ums Leben gekommen. Überhaupt ist es spannend, dass ein anderer Schreiber die Figur nach dem Ableben des Autors weiterentwickelt. Einblicke hierzu bekommt ihr bei dem Interview, welches als Bonusmaterial der Audio-CD beiliegt und man erfährt, dass es die erste Geschichte ist, die Michael Koser nicht auf der Grundlage Futrelles bearbeitet, sondern für die er sich ganz allein verantwortlich zeichnet.

Das Alter merkt man der Geschichte und der Umsetzung generell nicht an, ist diese Geschichte doch 1979 vom Radiosender RIAS (“Radio im amerikanischen Sektor”) produziert worden. Allerdings wird man mit modernen Hörspielgewohnheiten verschont, was Nostalgiker und ältere Herrschaften wie ich ganz dufte finden, die Jüngeren unter uns aber etwas langweilen könnte. (chris)

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