FERNDAL “Ferndal” (Melodic Black Metal/Klassik)

Online seit 24.04.2017

FERNDAL

“Ferndal”
(Melodic Black Metal/Klassik)

Wertung: Gut

VÖ: 21.04.2017

Label: Einheit Produktionen

Webseite: Homepage / Facebook

Die Band mit Wurzeln im Münsterland macht mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum auf sich aufmerksam. Die beiden Komponisten und Texter Sorathiel (Bass und Gesang) und Lestaya (Violoncello) haben mit fundierten Klassikkenntnissen dem Black Metal Sound einen eigenen Stempel aufgedrückt, der sich sowohl in der Art, wie die Stücke gestaltet sind, als auch im prägenden Gebrauch des Violoncellos wiederfindet. Des weiteren gehören noch Alboin (Schlagzeug) und Abarus (Gitarre) – beide sind auch Mitglieder von EÏS – sowie Sethras (Gitarre) zur Band.

Von den sieben Songs sind der Erste sowie der Letzte ebenso klassisch intoniert wie die Coverversion von Windirs “Arntor”. Daneben gibt es vier längere Black Metal Stücke, die in ihrem Spektrum wiederum breit gefächert sind. Gesanglich setzt man auf männlichen Cleangesang oder wahlweise Gekeife, während man in der Musik von schnellen und bisweilen epischen Gitarrenläufen über folkige Einlagen und ruhigen hymnischeren Elementen viel zu entdecken hat. Im Duett mit den beiden Gitarren oder auch alleine taucht in diesen Tracks auch immer wieder das Violoncello und gibt dem abwechslungsreichen Black Metal an diesen Stellen eine Art Alleinstellungsmerkmal für die Band.

Wer sich im Pagen, Viking oder melodischen Black Metal zu hause fühlt, dürfte mit den Black Metal Stücken auf dieser Scheibe seine Freude haben. Die besondere Note liefern die klassischen Einflüsse, die mich zugegebener Maßen nicht immer gepackt haben auf der Scheibe. Aber wenn die elektrischen Gitarren erklingen haben mich FERNDAL im melodischen und epischen Bereich auf ihrem Debüt überzeugt. Da ist vieles, was im Ohr hängenbleibt und für leichte Gänsehaut sorgt. Die Tracks “In die Freiheit” und “Ein später Gast” haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen und da die Band bereits ein zweites Album in Arbeit zu haben scheint, darf man auf die Entwicklung die weiteren Ideen gespannt sein. (eller)

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