FATUM ELISUM “Homo Nihilis” (Doom Metal)

Online seit 20.01.2012

FATUM ELISUM

“Homo Nihilis”
(Doom Metal)

Wertung: Empfehlung

: 28.10.2011

Label: Aesthetic Death

Webseite: www.myspace.com/fatumelisum

Yeah, vier Songs und ein Intro mit einer Spielzeit von 70 Minuten kann ein Knaller oder Reinfall werden. Aber hier sticht der Doom-Joker und das Album ist ein wirklich empfehlenswertes Stück Dunkelheit.

Der Song “Pursuit of Sadness” wildert im Revier von WARNING, GRIFTEGARD, aber auch MY DYING BRIDE oder PARADISE LOST. Aber dank des Sängers EndE hat man die volle Breitseite: epischer Gesang, grollen und schreien gehen eine unheilige Allianz ein und dadurch hat man das Gefühl die verschiedenen Stimmungen mitzuerleben. Der grandiose Zwischenpart macht den Weg frei für schleppende Heavyness mit ganz leichten Sludge-Anleihen, wenn die Riffs richtig dreckig aus den Gräbern tönen. Mensch, das war ein starker Anfang, der “Twillight Prophet” killt dann aber richtig. Der stille Anfang mit Flüstergesang geht voll unter die Haut und die MY DYING BRIDE-Vibes treten deutlich stärker hervor. Hier kann EndE auf tief growlen und ich habe den Eindruck die Phrasierung hat er bei Lee Dorian (CATHEDRAL) gelernt (aber nicht die Art zu singen), aber dafür muss man sich schon genauer mit dem Booklet und den abgedruckten Texten beschäftigen. Die Musik wechselt ständig und neben kurzen melodischen Ausflügen findet man sich im Doom-Death-Galopp wieder und als Highlight folgt der “Verzweiflungspart”, der dich seine Verzweiflung fühlen lässt, wenn er die Worte herausspeit. Dieser Part wird beinahe genial eingeläutet durch Gitarren, die beinahe an PINK FLOYD erinnern, wohlige Gefühle aufkommen lassen um dann im zweistimmigen Seelenchaos zu verenden.
Man merkt schon, die Songs sind so abwechslungsreich, dass man es eigentlich nicht beschreiben kann und auch bei den verbleibenden beiden Songs hast du von Einzelnoten über melodische Parts, vielen Gitarrensoli, Verzweiflung Sludge und Doom sogar bis hin zu Black Metal-Parts alles, was du brauchst, wenn es mal richtig scheiße ist.
Die Texte sind alles andere als Glücklichmacher und auch Baudelaire und R.E. Howard werden in die Songs eingeflochten. Respekt, meine Herren.

Für mich ist die Band eine echte Überraschung, die ich beim ersten Hören noch gar nicht erfassen konnte, aber bei jedem Hören besser und wichtiger wird. (chris).

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