ENSLAVED “E” (Black Metal)

Online seit 19.10.2017

ENSLAVED

“E”
(Black Metal)

Wertung: Sehr gut

VÖ: 13.10.2017

Label: Nuclear Blast

Webseite: Homepage, Facebook, Myspace

Fasziniert haben mich die Norweger von ENSLAVED schon immer, spätestens seit dem geilen Opener „Større Enn Tid – Tyngre Enn Natt“ von der 2000´er „Mardraum“  und Scheiben habe ich mir von der Band auch zugelegt, aber irgendetwas hat immer noch gefehlt, damit die Scheiben bei mir in Dauerrotation laufen.
Das haben sie jetzt mit ihrer neuen Scheibe endlich in ihre Musik mit eingebaut, auch wenn ich immer noch nicht sagen kann, was genau es eigentlich ist.
Album Nummer 14, einfach „E“ betitelt, ist die dritte Full-Length bei Nuclear Blast.

Auf „E“ wagen sich ENSLAVED soweit vor wie noch nie in ihrer Geschichte und wohl deswegen ist „E“ die erste Scheibe, die mich von vorne bis hinten packt und mehrfach komplett bei mir durchgelaufen ist.
Von Black Metal über Krautrock und psychedelischen wie elektronischen Passagen und sogar Jazzmomenten ist hier alles in einem Guss verwurschtelt.
Wunderbarer Klargesang und das typische ENSLAVEDgekeife treffen auf mehrstimmige backing vocals. Ich frage mich ob die Band so etwas mittlerweile mehr oder weniger aus dem Ärmel schüttelt oder ob auch für sie noch sehr viel Arbeit in so einer Scheibe steckt. Aber da sie fast ein Jahr dafür gebraucht haben dieses Album zu ersinnen, tippe ich eher auf Zweiteres.
Man kann die bereits erwähnten psychedelischen Momente mit Keyboard, Hammondorgel, Flöten und im Intro des Openers auch Natur- und Tiergeräusche vernehmen.
Das alles in die eigene progressive Sicht des Black Metal, aus dem sie ja unbestreitbar kommen, ungezwungen eingebaut.
Am besten gefällt mir „Axis Of The Worlds“ und der Song am Schluss, „Hiindsiight“. Dieses Saxophon bei „Hiindsiight“ ist einfach der Hammer!
Die schwierigen Momente für mich sind z.B. das progressive Ausklingen von „Feathers Of Eolh“, auch wenn es hier schon wesentlich besser runter geht, wie auf den Scheiben vorher.

Endlich haben mich ENSLAVED da abgeholt, wo ich wollte, dass wir uns beide treffen. Ich werde dieses Album jetzt weiter genießen und hoffen, dass sich das nächste nicht allzu weit davon entfernen wird, aber es bleibt spannend im Hause der Norweger! (hendrik)

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