DRUDKH/GRIFT “Betrayed By The Sun/Hägringar” (Black Metal)

Online seit 6.08.2016

splitDRUDKH/GRIFT

“Betrayed By The Sun/Hägringar”
(Black Metal)

Wertung: Empfehlung

VÖ: 16.08.2016

Label: Season of Mist

Webseite:
Drudkh: Facebook, Myspace, Bandcamp
Grift: Facebook, Bandcamp

Neben 10 Alben, EP´s, einer Compilation und einem Boxset haben DRUDKH jetzt ihre 3. Split veröffentlicht und das alles in 14 Jahren. Beachtliche Leistung!
Die Ukrainer laufen seit geraumer Zeit bei mir im Player und ich habe mich schon auf diese Split gefreut, da die letzten beiden Alben nicht ganz meinem Geschmack entsprachen.
Die Musik ist zwar immer unverkennbar und unvergleichlich, aber die letzten beiden Alben hatten trotz grandioser Parts eine Wendung genommen, die schwieriger in mein Ohr fand.
Die beiden neuen Songs auf dieser Split treffen dagegen wieder voll meinen Geschmack. Die guten 18 Minuten machen mich schon ganz heiß auf das Album, das ich bald erhoffe.
„Його двадцять четверта весна“ als erster Track weist einen fast groovigen Part auf, der eher in deathige Gefilde passen würde, aber hier sehr gut reinpasst. Beim ersten Hören war ich etwas überrascht, aber jetzt gefällt mir dieser Part immer besser.
„Осінь в сепії“ ist im Ganzen etwas langsamer angelegt und trumpft mit Männerchorakzenten auf. Natürlich wird hier aber auch ziemlich fix gespielt. Drummer Vlad macht bei diesem Song einen wirklich guten Job und setzt Akzente, die dem Song enorm viel Tiefe verleihen.
2 absolut großartige Tracks, die mir sehr gut gefallen. Die Jungs haben mich wieder gepackt!

Die zweite Hälfte der Split gehört GRIFT aus Schweden.
Die musikalische Ausrichtung ist hier etwas anders.
Man würde den Black Metal wohl in die depressive Ecke stecken, wenn das ganze einen Stempel bräuchte.
Das zackige Midtempo macht Laune und die Melodien gefallen gut. Der anklagend hohe leidende Gesang macht hier den Haupteil der depressiven Richtung aus.
„Källan“ klingt schon ziemlich gut, aber „Cirkeln“ ist melodietechnisch eine ganze Nummer größer. Klasse Track!

Für DRUDKH-Fans, die wie ich die letzten beiden Alben nicht so erfüllend fanden wie die beiden aus 2009 und 2010, eine Pflichtscheibe.
Grift gefällt mir auch gut und wird weiter beobachtet! (hendrik)

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