OBSCURITY
„Ascheregen“
(Viking/Pagan/Black Metal)
Wertung: Gut
VÖ: 29.01.2026
Label: Trollzorn Records
Webseite: Homepage / Facebook / Bandcamp
Mit „Ascheregen“ veröffentlichen die Bergischen Löwen OBSCURITY ihr zehntes Studioalbum. Seit dem letzten Werk sind fast fünf Jahre vergangen, an der grundsätzlichen musikalischen Ausrichtung hat sich aber nichts geändert. Melodic Death, Viking, Pagan oder auch Black Metal ist in ihrer Mischung enthalten, wobei der Black Metal Anteil sich wieder ein klein wenig erhöht hat. Lyrisch begibt man sich auf eine düstere Reise durch Vergangenheit und Gegenwart. Die zwölf in deutsch gegrowlten Tracks „verweben altnordische Mythologie, die gewaltsamen Schatten der Christianisierung und die Brüche unserer modernen Welt“, um mal ein bisschen aus dem Informationsmaterial zu zitieren.
Die Songs sind gewohnt druckvoll und abwechslungsreich, was mir sehr gut auf diesem Album von vorne bis hinten gefällt. Leider habe ich etwas weniger Ohrwürmer gefunden, heißt, die Melodien und die epischen Passagen haben mich nicht ganz so erreicht wie zum Beispiel auf dem letzten Album „Skogarmaors“. Aber es gibt aus meiner Sicht dennoch keinen schlechten Song auf „Ascheregen“, denn OBSCURITY es wieder haben geschafft, durchweg eine hohe Qualität zu bieten über die 50-minütige Spielzeit.
Hervorheben möchte ich dennoch den Titeltrack, der das Spektrum und die Qualität der Band sehr gut wieder spiegelt. Wem dieser Song gefällt, dem wird auch das restliche Album zusagen. Des weiteren ist „Rúnar Víg“ ein sehr guter und auch besonderer Song. Hier hat sich das Quintett aus dem Niederbergischen einen großen Wunsch erfüllt und sich Verstärkung aus Schweden geholt. Erik Grawsiö von Månegarm, ein sehr guter Freund der Bergischen Löwen, verleiht dem Stück durch seine unverkennbare Stimme noch mehr epische Breite. Reinhören lohnt sich für alle, die sich von dem Genremix aus Melodic Death, Viking, Pagan und Black Metal angezogen fühlen. (eller)
