REVIEW

DEAD AND DRIPPING „Blackened Cerebral Rifts“ (Death Metal)

DEAD AND DRIPPING

„Blackened Cerebral Rifts“
(Death Metal)

Wertung: Gut

VÖ: 10.07.2023

Label: Transcending Obscurity Records

Webseite: Bandcamp / Instagram / Spotify

Das dritte Album von DEAD AND DRIPPING aus New Jersey, für das wir im Januar in den News geworben haben, erscheint in knapp einem Monat.
Die Band von Evan Daniele, der alles alleine macht und auch noch in 4 anderen Bands (allesamt irgendwo im Death angesiedelt) aktiv ist, bedient uns mit chaotisch technischem Brutal Death, der es einem wirklich nicht leicht macht.
Aber genau deswegen ist es immer wieder interessant, sich seine musikalischen Ergüsse anzuhören, da man immer wieder Neues entdeckt. Ehrlich gesagt, fühle ich mich bei jedem Durchgang, als wenn es der erste wäre. (Würd mich mal interessieren, ob Evan das positiv oder negativ aufnimmt. Melde dich doch mal bei mir über meine Amboss-E-Mail!) Vor allem bei einem Track wie „Infinitely Plummeting Into Violet Portals Of Delusion „, der mit fast 8 Minuten wirklich massiv daherkommt. Wenn mir Brutal Death gefällt, dann richtig. Das können allerdings nicht übermäßig viele Bands. DEAD AND DRIPPING schon. Wobei der chaotische, oder nennen wir ihn mal den progressiven oder technischen Teil, schon einiges an Aufmerksamkeit verlangt.
Gäste gibt es auf der Scheibe auch und zwar aus Deutschland.
Beim Opener „Tragic Ascent Of Absurdity’s Pale Moon“ steuert Toni Thomas von Carnal Tomb ein Gitarrensolo bei und bei „Meticulously Unraveling The Serpentine Consciousness” kann man unseren Kollegen Yves (Defective, ex-Carnal Tomb) am Mikrofon vernehmen. Mein Favoritentrack übrigens. Und nein, es gibt hier keine gute Bewertung, nur will Yves beteiligt ist. Die 9 Tracks laufen in knappen 45 Minuten durch. Das zweieinhalnminütige Instrumental ausgenommen, bringen es die Songs auf Zeiten von dreieinhalb bis, wie gesagt, fast 8 Minuten.
Easy Listening ist „Blackened Cerebral Rifts“ auf keinen, Fall auch kein absolutes Chaos, sodass ich immer wieder gerne rein höre, aber auch so meine gewissen Schwierigkeiten mit dem guten Stück habe, was nicht negativ gemeint ist.
Der Sound gefällt mir besser als bei den beiden Vorgängern, ´20 und ´21 erschienen sind.
Positiv hervorzuheben ist meiner Meinung nach der Mix. Die Drums klingen sehr gut und Evan hat viel Hall auf seiner Stimme, der aber nicht überpräsent ist.
Also Leute, wer Bock auf kranken Brutal Death hat, riskiert hier bitte 2(!) Ohren! (hendrik)