REVIEW

MAYHEM „Liturgy Of Death“ (Black Metal)

MAYHEM

„Liturgy Of Death“
(Black Metal)

Wertung: Gut

VÖ: 06.02.2026

Label: Century Media Records

Webseite: Bandcamp / Instagram / Spotify

Gestern kam das 7. Album von MAYHEM heraus, „Liturgy Of Death“!
Und obwohl ich es schon seit Wochen als Promo zur Verfügung habe, kann ich die Scheibe immer noch nicht einordnen. Man könnte auch sagen, sie ist noch nicht bei mir gelandet.
Auch wenn MAYHEM nichts an ihrer Formel geändert haben.
Die aktuelle Besetzung mit Teloch und Ghul hat vor 12 Jahren mit „Esoteric Warfare“ ein wirklich großartiges Album veröffentlicht, welches tatsächlich zu meinen liebsten von MAYHEM zählt, konnten seitdem für mich aber nicht mehr anknüpfen. „Daemon“ von 2019 ist irgendwie an vorbeigerauscht und konnte auch nach einigen Durchgängen nicht so recht zünden. Und mein Gefühl sagt mir, dass „Liturgy Of Death“ das gleiche Schicksal widerfahren wird.
1999 kaufte ich mir auf dem Dynamo Open Air die „De Mysteriis Dom Sathanas“ und bin seitdem in den Fängen der Band verheddert. Sie ist und bleibt eine meiner liebsten Black Metal Bands überhaupt, auch wenn die chaotische Truppe von extremen Persönlichkeiten seit langem schon eine geölte Gelddruckmaschine geworden ist. „Esoteric Warfare“, „Ordo Ad Chao“ und „Grand Declaration Of War“ gehören für mich, neben dem antigöttlichen Debüt zu dem Besten was Black Metal hervorgebracht hat. Und selbst wenn mich einzelne Alben nicht so packen können, bewegen wir uns immer noch auf einem unglaublich hohen Niveau, welches meiner Ansicht nach nicht viele Bands erreichen. Und der außerweltliche Gesang von Attila setzt sich gegen einen großartigen Stimmkünstler wie Maniac positiv durch.
Wie aber auch schon bei „Daemon“, finde ich hier und da großartige Stellen und auch gute Songs aber auf der Länge eines Albums können mich weder das aktuelle Album, noch der Vorgänger überzeugen.
In einem anderen deutschen Review las ich den Satz: Ist Mayhem noch Black Metal oder ist das schon Post Black?“ und der lässt mich seitdem nicht mehr los.
Ich möchte ihn gerne vehement verneinen, komme aber ins Grübeln. Unter Post Black Metal verstehe ich da schon noch etwas anderes und trotzdem bleibt die Frage wieviel Black Metal noch in meinen Königen des Black Metal steckt. Für mich persönlich fangen sie an, an ihrem Thron zu sägen. Trotz allem muss und möchte ich „Liturgy Of Death“ als gutes Album bezeichnen. Hätte mir im Vorfeld jedoch herzlich gewünscht, eine Empfehlung aussprechen zu können. Kann ich aber leider nicht! Mit „Weep For Nothing“ hat man zwar einen positiven Ausreißer auf dem Album und auch „Realm Of Endless Misery“ gefällt mir wirklich gut. Aber im Ganzen bleibt man weit hinter meinen Erwartungen. Ich hoffe für jeden MAYHEM-Fan, der dieses Review liest, dass er mich für bekloppt abstempelt!
Der Sound ist gut gelungen und passt sehr zur Musik. Hellhammer spielt wieder grandios. Attila ist außer Konkurrenz. Und mit diesen positiven Gedanken möchte ich mein Review gerne beenden! (hendrik)