EMPFEHLUNG, REVIEW

Raphaels Jahresrückblick und Ausblick

Jahresrückblick Raphael

2014, ein Jahr das nicht nur musikalisch gesehen in Erinnerung bleiben wird. Politisch aufgewühlt, Fußballtechnisch ein Meilenstein und auch in anderen Bereichen ging es heiß her. Da ich dieses Jahr nur zwei Mal im Kino war und auch sonst eher Platten als DVDs/BluRays gekauft habe, schreibe ich ausnahmsweise mal nur über Musik.

 

Top 10 Alben 2014:

10. Ulver & Sunn O))) – Terrestrials (Southern Lord Records)
Zwei Ausnahmebands machen Musik zusammen. Was will man mehr? Nichts für Fans von Norwegian Black Metal. Aber Ambient Soundscape Tralala Fans können getrost zugreifen. LP auflegen, zurücklehnen und Kopfkino an.

 

9. Mastodon – Once more ’round the Sun (Reprise Records)
Mastodon erfinden sich mit jedem Album neu. Mir gefällt alles davon, obwohl das erste Album „Remission“ immer noch mein Liebling ist. Das neue Album ist super solide und gefällt mir mittlerweile nach mehrmaligem Anhören auch sehr gut.

 

8. Tombs – Savage Gold (Relapse Records)
Vor einigen Jahren habe ich Tombs mal in Bremen im Tower erleben dürfen. War vorrangig wegen der Vorband Mörser da, aber Tombs haben mich auch richtig umgehauen. Auch so hauen sie ihren Fans nun wieder ein Spitzenalbum um die Ohren.

 

7. Pallbearer – Foundations of Burden (Profound Lore Records)
Pallbearer spielen modernen Doom Metal, der direkt ins Blut geht. Nicht ohne Grund waren sie auf dem Cover des amerikanischen Decibel Magazine. Diese CD kann ich uneingeschränkt empfehlen.

 

6. 1349 – Massive Cauldron of Chaos (Season of Mist)
Richtig geiler schneller Black Metal ohne Kompromisse. Nachdem mich so viele Black Metal Releases in letzter Zeit enttäuscht haben, knattert mir endlich mal wieder böse Schwärze auf hohem Niveau entgegen.

 

5. Winterfylleth – The Divination of Antiquity (Candlelight Records)
Gut gemachter athmosphärischer Black Metal. Die Band gefällt mir schon seit dem ersten Album und liefert hier erneut qualitativ sehr hochwertige Musik ab.

 

4. Earth – Primitive and Deadly (Southern Lord Records)
Die geistigen Begründer des Drone melden sich zurück. Doch wer an Soundwände wie bei Sunn O))) denkt, wird überrascht sein. Gut ausgefeiltes Songwriting, wie schon auf fast allen anderen Releases gezeigt. Hoffentlich erlebe ich die Band mal live.

 

3. Primordial – Where greater Men have fallen (Metal Blade Records)
Diese Band entwickelt sich mit jedem Album weiter und das ohne langweilig zu werden. Songwriting und Umsetzung auf ganz hohem Niveau. Nicht zu unrecht Album des Monats in der 2. Deaf Forever Ausgabe.

 

2. Misery Index – The Killing Gods (Season of Mist)
Sind, und werden es wahrscheinlich noch einige Zeit bleiben, meiner Meinung nach, die beste moderne Death Metal/Grindcore Band, die zur Zeit auf diesem Planeten rumballert. Punkt.

 

1. Mantar – Death by Burning (Svart Records)
Was für ein Biest! Mantar haben mich direkt umgehauen. Ausversehen live im Vorprogramm von Smoke Blow entdeckt, war ich einfach nur sprachlos. Fies, Laut, Brachial. Und selbst das trifft, die abwechslungsreiche Musik von Mantar nicht mal ansatzweise.

 

Live Highlights 2014:

1. Napalm Death und Mörser in Oldenburg (Amadeus)
Kleiner Laden, gut gefüllt mit zwei Ausnahmebands. Nachdem Mörser mit ihrem Live-Debüt mit 4 Sängern gut abgeräumt haben, gaben Napalm Death dem Puplikum dann den Rest. Ganz großes Kino.

2. Primordial in Hamburg (Knust)
Primordials neues Album hat mich direkt umgehauen und live war es eine Offenbarung. Nach einer geilen Vorband (Bölzer) und einer mega bekackten Vorband (Portrait) hauten uns Primordial ein über 2 Stunden langes Set aus neuen und alten Songs um die Ohren. Gänsehaut pur.

3. Svffer, Yacoepsae und Mörser in Osnabrück (Bastard Club)
Muss man als Grindcorefan nicht mehr viel zu sagen. 3 mal laut, 3 mal Geballer, 3 mal geil. Und das ganze noch an meinem Geburtstag. Was will man mehr…

4. The Ocean in Bremen (Tower)
Das neue Album von The Ocean „Pelagial“ hat mich direkt fasziniert und endlich durfte ich mir die Songs davon auch mal live geben. Echt guter Abend und schürte nochmal die Vorfreude auf den Auftritt der Jungs auf dem Wacken Open Air.

5. Bolt Thrower in Bremen (Schlachthof)
Drei Worte: BOLT FUCKING THROWER

6. Party-San Open Air
Geiles Lineup, geiles Publikum, geiles Wetter, geiles Festival. Das Highlight des Sommers. Top 5 des Wochenendes: Solstafir, Katatonia, Repulsion, Misery Index, Napalm Death… Und noch weitere 10+ geile Bands.

7. Wacken Open Air
Bekacktes Lineup, viel zu heiß und viel zu voll. So kann man es ganz gut beschreiben. Doch es gab auch zwei Highlights. Emperor spielten ihr 20-jähriges Jubiläumsset von ihrem Überalbum „At the Nightside Eclipse“ und The Ocean hauten im Zelt alle um.
Album Ausblick 2015:

 

Auch im Jahr 2015 wird es wieder ordentlich krachen. Auf folgende Releases freue ich mich ganz besonders.

1. Phantom Winter – Debütalbum
Nach der Auflösung der brachialen Omega Massif, waren viele Fans schockiert. Doch einige der Musiker haben ein neues Projekt aus dem Boden gestampft und werden uns 2015 mit einem Album beglücken. Im Frühjahr beehren uns die Jungs auch live, ich denke ich werde im Juni in Braunschweig mal vorbeischauen.

2. Mörser – V
Laut eigener Aussage „pure fucked up war music“ kann man die Jungs definitiv in Richtung modernen Grindcore mit vielerlei Einflüssen einordnen. Das letzte Album „First Class Suicide“ erschien im Jahr 2010. Das neue Album „V“ erscheint nun im Frühjahr 2015 bei Speckflag Records. Ein Review folgt bald an dieser Stelle. Man darf gespannt sein.


 

Live Ausblick 2015:

1. Solstafir in Hamburg (Übel und Gefährlich) Di. 3.2.2015
Hoffentlich wiederholen sie die geile Athmosphäre von ihrem Party-San Auftritt

2. Mantar und Mörser in Hamburg (Molotow) Fr. 27.2.2015
Zählen beide zurzeit zu meinen absoluten Favorites. Kann nur ein geiler Abend im neuen Molotow in Hamburg werden.

3. Phantom Winter in Braunschweig (Nexus) Fr. 19.6.2015
Bin echt gespannt. Omega Massif fand ich immer geil und der erste Phantom Winter Song sagt mir auch sehr zu.

4. Rotormania (Hoffentlich)
2012 war richtig geil, das würde ich gerne mal wiederholen. Chris weiß wovon ich rede 🙂

5. Party-San Open Air (Schlotheim) 6.-8. August 2015
Nach den bisherigen Bestätigungen auf jeden Fall wieder Pflichttermin des Festivalsommers. Winterfylleth, Agalloch, Mantar und viele andere sind schon bestätigt.

R.I.P. Jonathan Athon:
Im November 2014 verstarb der Bassist Jonathan Athon der Band Black Tusk. Mein herzliches Beileid an Familie und Freunde. Black Tusk sind eine wahnsinnig gute Band, auf die ich hier noch einmal aufmerksam machen möchte.