LIVEBERICHT

SUMMER BREEZE :: Ausblick und Rückblick (’12/’13)


Auslick auf das Summer Breeze 2013 vom 15.-17.08. in Dinkelsbühl
(Bericht by Eller, Jini & Sebastian / Fotos by Eller)

Die kalte Jahreszeit… es ist fast den ganzen Tag dunkel draußen und das Wetter wechselt zwischen Schnee und Regen, mal so mal so. Zudem beginnt das Jahr 2013 mit der geringsten Anzahl an Sonnenstunden seit Messungsbeginn vor 60 Jahren. Da kommt man unweigerlich dazu, sich Gedanken zur sonnigen Festivalplanung für den kommenden Sommer zu machen. Gleichzeitig blickt man zurück, z.B. auf das sonnige SUMMER BREEZE 2012, bei dessen Besuch wir wirklich mit dem Wetter Glück hatte… Tja, andere planen wohl zu dieser Zeit einfach nur ihre ALL-INCLUSIVE-TUI-AIDA-AB-IN-DEN-URLAUB.wegundfort Reise, wir gucken nach schicken Zeltlagern mit guter Musik.

Bevor es nachfolgend einen kleinen Rückblick auf das SUMMER BREEZE 2012 gibt, erstmal der Ausblick. Was erwartet uns Mitte August? Sehr viele Bands stehen schon fest, die man unter anderem durch die alljährliche Adventskalender Aktion bekannt gegeben hat.

Der erste Headliner wurde bereits während des Festivals im letzten August bekannt: IN FLAMES. Ein echtes Highhlight für Dinkelsbühl! Daneben stehen SABATON, ANTHRAX, LAMB OF GOD und HATEBREED weit oben in der Running Order. Eine durchaus gute Mischung, die u.a. durch bekannte Gesichter von AMORPHIS sowie FEAR FACTORY, DEVILDRIVER und EISBRECHER ergänzt wird. Letztere feiern ihr 10-jähriges Bandjubiläum, was auf eine besondere Show hoffen lässt. Krachen lassen werden es sicher auch POWERWOLF mit neuem Album im Gepäck und das gilt auch für SOILWORK. ENSIFERUM und SALTATIO MORTIS sind Dauerbrenner in Sachen Stimmung und Anwesenheit beim Summer Breeze. Freuen darf man sich zudem auf TIAMAT und auch auf KNORKATOR, die ja schon mal ganz weg waren vom Fenster.

Generell ist für alle klassischen Metalsparten was dabei und auch für Metalcoreler wird wieder was geboten. Auch wenn das nicht so ganz unsere Baustelle beim Amboss ist, solange die Fans nicht zu sehr durchdrehen im Publikum, sei es ihnen gegönnt. Manchmal ist es aber echt anstrengend, mit wild um sich schlagenden Leuten Bands abzufeiern.

Persönlich freuen wir uns vom Amboss neben den Headlinern auf die Auftritte von LETZTE INSTANZ, END OF GREEN, EVOCATION, PRIMORDIAL, THE VISION BLEAK, TIAMAT, POWERWOLF, EISBRECHER, SALTATIO MORTIS, DESTRUCTION, DEVILDRIVER, DR. LIVING DEAD, KORPIKLAANI, NEAERA, ILLDISPOSED, VADER, KNORKATOR…

Alle Infos zu den Tickets, Anreise und alle anderen wichtigen Informationen findet ihr auf www.summer-breeze.de !!!

 

 

 


Rückblick 2012

Schön war es auf jeden Fall beim Jubiläumsfestivals in 2012. Zum 15. Mal öffneten sich die Pforten zur Metalwelt im Süden Deutschlands – und das bei Sonne. Der Feuerball hatte andere Festivals in diesem Sommer stark im Stich gelassen und durch Regen im Schlamm versinken lassen. Da hatten wir Glück mit nur ganz wenig Nassem von oben, was dem Ganzen gleich viel bessere Laune machte.

Begonnen hat das Summer Breeze mittlerweile traditionell mit der Blasmusikkapelle Illenschwang, während viele Besucher (es war gefühlt voller als die Jahre zuvor) noch mit Zeltaufbau oder Warmtrinken beschäftigt waren. Der erste Nachmittag gestaltet sich nun immer mit dem NEW BLOOD AWARD, um Newcomern eine Chance auf die Präsentation vor etas größerem Publikum zu geben sowie die Eröffnung des Donnerstages auf dem großen Gelände zu ermöglichen. Gewonnen haben OBSCURE SPHINX, die wir jetzt nicht so stark fanden. Am ersten Tag, mittwochs, ist nur das Partyzelt zugänglich, wo abends die Nuclear Blast Label Night gefeiert wird. Einige Bands des bekannten Labels stehen da als Anheizer auf der Bühne, von denen TANKARD, RAGE und GRAVEWORM den besten Eindruck hinterließen.

 

 


Am 2. Tag gab’s mit den Australiern BE’LAKOR die erste Überraschung. Die Melodeather haben echt Spaß gemacht und coole Songs mit einem eigenen Stil am Start gehabt. Da lohnte sich auch gleich der CD-Kauf. Nachmittags gab’s ein richtiges Highlight, NAPALM DEATH waren voll auf Highspeed und mit dem energiegeladenen Sänger Barney Greenway liefrten sie einen frenetisch gefeiertern Auftritt ab. Im Anschluss stand metallische Qualität in Form von ICED EARTH auf der Bühne, die trotz Routine für Begeisterung sorgten. Zu den APOKALYPTISCHEN REITERn braucht man hier nicht mehr viel sagen, als Dauergast liefern sie jedes Mal eine spaßige Show ab, so auch dieses Mal. Besonders bemerkenswert war der Auftritt von BEHEMOTH, wo man einen dankbaren Sänger Nerga nach schwerer Krankheit wiede in Aktion erleben durfte („It’s good to be alive…“). Besonders in Erinnerung ist neben der bösen und coolen Musik der Abgang in einem Meer aus Nebel geblieben, in dem die Band dann einfach verschwand. ELUVEITIE und SUBWAY TO SALLY sorgten auf ihre Weisen für tanzbare Klänge, wobei bei Subway die Songauswahl schon mal besser war. Die Schweizer hingegen waren einfach gut anzuhören und zu sehen. Für den Gute-Nacht-Spaß sorgten ab Mitternacht im Partyzelt die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS, die mit ihren meist gecoverten Grindcore-Hymnen sowie ihrem Auftritt an sich für jede Menge gute Laune sorgten.

 

 


Der Freitag begann mit Sonne und einem düsteren, wenn auch kleinen Highlight. THE FORESAHDOWING mit ihrem doomigen Gothic Metal waren einfach toll anzuhören, trotz der heißen Mittagsstunde. Genau das Gegenteil von toll war der sich anschließende Auftritt von ROTERSAND. Der „Falco des Goth Rocks“ wirkte mit seinen Sprüchen arrogant und etwas albern, was er auch durch Musik und Gesang nicht ins Positive schwenken konnte. Nach einem interessanten Nachmittag u.a. mit erwähnenswerten Auftritten von HELHEIM und UNEARTH, lag die Freude auf den Auftritten von BLACK SUN AEON und BEFORE THE DAWN, die Bands von Tuomas Saukkonen. Da er Anfang 2013 die Auflösung dieser Bands bekannt gegeben hat, war es quasi einer der letzten Auftritte dieser beiden Combos. Schade. Den mitreißendsten Auftritt hatten an diesem Abend HEIDEVOLK, die live echt was her machen, auf Platte nicht ganz so überzeugend waren. Später bei AMON AMARTH standen die Bandmitglieder neben uns im Publikum, angenehme Gesellschaft. Nur für starke Nackenmuskeln war der Auftritt von SIX FEET UNDER um Grunzgott Chris Barnes, ein Nackenbrecher jagte den anderen, nahezu perfekter Auftritt.

Während WITHIN TEMPTATION auf dem Hauptplatz „trällerten“, zog es uns zu INSOMNIUM ins Partyzelt. Den Auftritt der finnsichen Melodic Deather ergänzte kurz mal bei einem Track der Sänger von DARK TRANQUILLITY. Schöne Aktion von Mikael Stanne, der einige Minuten später bereits mit DT seinen Auftritt hatte, der richtig richtig stark war.

Dass es später am Abend dann richtig kalt wurde auf dem Summer Breeze Gelände, lag nicht am Wetter, sondern am Auftritt der Norweger IMMORTAL, die nach 11 Jahren wieder beim SB auftraten. Absolut cooler und auch Spaß machender Auftritt bei blauer Lightshow und viel Crabwalk von Abbath. Aufgrund von starker Müdigkeit war dann an diesem Abend nicht mehr drin, sodass die Trommeln von CORVUS CORAX nur am eigenen Zelt zu hören waren.

 

 


Der letzte Tag fing sehr träge in unserer Truppe an und so gings erst richtig am späten Nachmittag los, schließlich wollten wir am Abend AMON AMARTH erleben. Mit einem Durchschnittsalter von Mitte Dreißig muss man mit den Kräften etwas haushalten… LACUNA COIL und PARADISE LOST sorgten für einen heftigen Gothic Metal Einschlag an diesem Tag. PL punkteten vor allem mit alten Stücken, obwohl auch die ganz neuen Songs echt stark sind. Noch mehr Gothic gab’s im Dunkeln von ASP, deren Electro Goth Rock vollends begeisterte. Einer der besten Auftritte dieses Jahr beim SB mit Sänger Asp als mitreißenden Frontmann und absolut sympathischem Flair.

AMON AMARTH, dazu muss man den meisten Metal Fans nichts mehr sagen, denn die Schweden haben sich in den letzten 10 Jahren weit nach oben in der Gunst der Fans gearbeitet. Die besten Metalhymnen und die beste Feuershow kam dieses Jahr vom Samstagsheadliner vor proppevoller Main Stage, da war kein Fuss mehr auf die Erde zu bekommen.


Den Abschluss auf dem Hauptgelände machten einmal mehr die KATATONIA, fast schon sowas wie Routine diese Auftrtitte um Mitternacht. Die dieses Mal härter gespielten Stücke luden mit ihrer melancholischen Note zu einem letzten, chilligen Rundgang über das Gelände ein. Nach Abschluss von KATATONIA kam zur Überraschung vieler ein Feuerwerk zum Jubiläum! Nette Geschichte, aber brauchte man nicht unbedingt.

Auf Wiedersehen in 2013!

 

Und hier noch ein paar Fotos gegen die Hitze 🙂