SINISTER “Syncretism” (Death Metal)

Online seit 1.02.2017

SINISTER

“Syncretism”
(Death Metal)

Wertung: Empfehlung!

VÖ: 24.02.2017

Label: Massacre Records

Webseite: Homepage, Facebook, Myspace

Ich bin 1998 mit Album Nummer 4, „Aggressive Measures“ in den Death Metal der Holländer eingestiegen. Habe die Frau-am-Mikro-Zeit und „Afterburner“ total verpennt und habe 10 Jahre später mit „The Silent Howling“ zu SINISTER zurückgefunden. Der Stil von SINISTER hat sich immer gewandelt, am extremsten zwischen 1995 und 2006. Trotzdem konnte man immer heraushören, dass SINISTER grad läuft.
Seitdem sind sie sich Sound und Stil wieder treu und hauen einen Brecher nach dem anderen heraus.
Die Halbwertzeit ihrer Alben lässt für mich manchmal etwas zu wünschen übrig, aber ich freue mich jedes Mal über ein neues Album von SINISTER.
Mit „Syncretism“ liegt jetzt Album Nummer 13 vor, wenn man die Cover-Scheibe von 2015 mitzählt. Allein dem gebührt schon eine Meng Respekt, vor allem wenn man sich Live, was Quantität betrifft, doch eher zurück hält.
In den letzten 10 Jahren hat sich, wie bereits erwähnt, sound- und stiltechnisch eher wenig getan, was mir aber entgegen kommt. Man hat sich anscheinend endgültig gefunden.
Die Scheiben von 2008 bis 2014 gingen bei mir direkt ins Ohr und hielten sich dann mittel- bis langfristig.
„Syncretism“ ist da anders. Der erste Durchgang, war für mich irgendwie enttäuschend, da es eben nicht direkt hängen blieb wie ich es seit 10 Jahren gewohnt bin.
Aber mit Durchgang nach Durchgang hat sich die Scheibe in mein Gehirn gearbeitet und einiges trat zu Tage, was ich am Anfang wenig war genommen habe.
Die Keyboards, ja, bekommt keinen Schrecken, sind bei den meisten Songs recht zurückhaltend eingesetzt. Beim Titelsong treten sie dann weiter in den Vordergrund und erinnern mich an Dimmu Borgir zur „Enthrone…“-Zeit. Die Death Metal-Puristen sollten jetzt aber nicht gleich einen Herzinfarkt bekommen. Für meinen Geschmack, und ich stehe auch nicht unbedingt auf Tasten, gibt das Keyboard der Scheibe sehr viel Tiefe und Dunkelheit. Ehrlich gesagt das, was mir bei den letzten Scheiben, so gut ich sie auch fand, ein wenig gefehlt hat.
Jörg Uken hat in seinem Soundlodge auch wieder ganze Arbeit geleistet. Guter, recht klarer, brutaler Sound. Macht einiges her in Verbindung mit den Songs. Von denen ist übrigens auch einiges zu Erwarten. Brauchen sie zwar etwas um sich zu entfalten, ist jedoch kein Rohrkrepierer dabei.
Der Russe Alexander Tartsus, der auch schon das letzte Cover gemacht hat, hat auch hier wieder ein großartiges Bild gezeichnet, sehr detailreich.
Alles in allem eine Spitzenscheibe. Geiler Sound, brutale Songs, gutes Cover.
Was will man mehr? Mir fehlen jetzt nur noch mehr Möglichkeiten die Holländer live zu begutachten. (hendrik)

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