MESHUGGAH “The Violent Sleep Of Reason” (verrückter Metal)

Online seit 7.10.2016

coverMESHUGGAH

“The Violent Sleep Of Reason”
(verrückter Metal)

Wertung: Gut

VÖ: 07.10.2016

Label: Nuclear Blast Records

Webseite: Homepage, Facebook, Myspace

Die verrückten Schweden von MESHUGGAH lernte ich vor 20 Jahren mit ihrem Video zu „Terminal Illusions“ kennen. Erst war mir das zu sperrig, später hat es mich richtig gepackt. Ab da liefen ihre bis dato beiden Alben rauf und runter.
Mit „Chaosphere“ haben sie mich dann schon wieder etwas verlassen. Vor allem der Gesang und das groovige gefällt mir auf den ersten beiden Scheiben besser. „Nothing“ und „Catch Thirtythree“ gaben nochmal kräftigen Aufwind und „Autonomy Lost“ ist seitdem mein Klingelton.
Ab da wusste nur noch „Bleed“ von „obZen“ und „Do Not Look Down“ von „Koloss“ so richtig zu überzeugen.
Mit „The Violent Sleep Of Reason“ kommt Album 9 (wenn man „Nothing“ auch doppelt zählt) auf den Markt.
Und ich muss sagen, dass MESHUGGAH sich für mich wieder positiv verändert haben. Eigentlich hat sich so viel zu den letzten Alben gar nicht getan. Aber was mir auffällt und mir vor allem sehr gut gefällt sind die „Melodien“, wenn man sie so nennen darf.
Z.B. bei Track Nummer 4 namens “By The Ton” kommen sie so ab Minute 1 und später ab Minute 2 recht gut durch.  Beschreiben? Puuh! Ein djentiger Bastard aus Crowbar und Fear Factory könnte eine passende Beschreibung abgeben, auch wenn man sich das wahrscheinlich anders vorstellt, als es dann hier klingt. Aber die grobe Richtung passt schon irgendwie. Damit ist dieser Track dann auch der stärkste bis hier!
Auch „Ivory Tower“s Riffs könnten teilweise auf der Klampfe von Kirk Windstein entstanden sein, gehen aber nicht so tief in die Melodien.
Danach sind die Melodien wieder irgendwie abhandengekommen.
Die Scheibe wurde übrigens live eingespielt und man hat Aufanhametechnik, Studio und Produzent gewechselt. Hören kann ich das zwar nicht, aber es soll wohl stimmen.
Bei „Our Rage Won´t Die“ hört man dann viel Thrash durch die meshuggahischen Läufe düdeln. Diese Songs gefallen mir am besten, da sie MESHUGGAH mal von einer anderen Seite zeigen.
Ansonsten kann man sagen, das MESHUGGAH weiterhin mit Abstand die Riege der Bands anführen, deren Genre sie selbst ins Leben gerufen haben.
Auch wenn mir die ersten beiden Alben wohl immer am besten gefallen werden, muss ich sagen, dass auch „The Violent Sleep Of Reason“ wieder eine wirklich starke Scheibe ist. Verrückt, anders aber typisch. MESHUGGAH ist eben MESHUGGAH! (hendrik)

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