EMPFEHLUNG, REVIEW

GRIFTEGARD “The Four Horsemen” (Doom Metal)

GRIFTEGARD

“The Four Horsemen”
(Doom Metal)

Wertung: Empfehlung

: Ende Mai 2015

Label: Ván Records

Webseite: Facebook

Nach dem großartigen Auftritt auf dem diesjährigen und erstmaligen ACHERONTIC ARTS FESTIVAL, welches in einem Duett zwischen Thomas und Farida gipfelte, darf man sich, wenn man zu den Glücklichen gehörte, die sich ein Exemplar dieser neuen EP sichern konnten, die beiden neuen Songs der Schweden anhören…

Die EP beinhaltet zwei monumentale Songs und den Anfang macht “THE FOUR HORSEMEN”, der auch auf dem Vinyl als Duett zwischen Thomas Sabbathi und Farida Lemouchi vorgetragen wird. Ich bekomme immer wieder eine Gänsehaut, wenn ich den Song höre und die beiden Stimmen sich so wunderschön ergänzen. Farida und Thomas legen so viel Seele in das Lied, dass man sich dem Zauber nicht entziehen kann. Leider, und das macht die EP und auch den erwähnten Auftritt, ist die EP und ganz besonders der Song Selim Lemouchi und Jens Gustafsson, dem leider verstorbenen GRIFTEGARD-Drummer gewidmet und so verneigt man sich in angemessener Weise vor den abwesenden Freunden.

Der Song “The Four Horsemen” ist eine APHRODITE′S CHILD-Coverversion und im Zuge des Genusses der EP bin ich dann auch auf das Original gestoßen, welches ich euch nicht vorenthalten möchte.

Es ist schon erstaunlich, wie man aus diesem 70er-Jahre-Kleinod (zieht euch mal ganz genüsslich das fette Gitarrensolo zum Ende hin rein!) einen so tiefschwarzen Doom-Monolithen erschaffen kann. Der Song an sich ist großartig und die Intention dahinter so voller Seele, dass es den Doomjüngern wohlig warm um das dunkle Herz wird. Das ist Kunst und ich habe mir selbst verboten, den Refrain im Auto mitzusingen, denn gegen diese beiden Ausnahmestimmen ist mein inbrünstiges Gequäke Gotteslästerung für die ich wahrscheinlich in die Hölle kommen werde.

Der zweite Song heißt “A Beam in the Eye of the Lord” und ist ein reinrassiger GRIFTEGARD-Doomer, der jeden glücklich machen wird, der die bisherigen Veröffentlichungen der Band aufgesogen hat. Ironischer Weise kann tieftrauriger Doom tatsächlich glücklich machen, wenngleich es doch etwas paradox klingt. Der Song ist schwer, schwarz und der Text so mächtig und voller Schwärze, dass es beinahe schmerzt. Die Riffs von Ola Blomkvist sind immer ein Vorbild für mächtigsten Doom-Riffs und auch hier verfehlen sie ihre Wirkung nicht. Nachdem Per Broddesson die Band verlassen hat, tritt Jonas Mattsson in seine Fußstapfen und ich muss sagen, dass es eine sehr gute Neubesetzung ist, denn er hat ein ähnliches Gespür für Melodien wie Per und beherrscht ein sehr gefühlvolles Spiel, wenn er bei “A Beam in the Eye of the Lord” die Gitarre zum Singen bringt. Neu in die Band gekommen ist auch Drummer Fredrik Hellerström, der auch bei YEAR OF THE GOAT beweist, dass er ein vielseitiger Drummer ist und zu guter Letzt Bassist Joona Hassinen, der mit seinem tiefen Bass die unheilvolle Stimmung heraufbeschwört. Thomas Sabbathi, das habe ich schon oft gesagt, ist einer der besten Sänger im Doom Metal und wenn er seine Stimme richtig dreckig erbeben lässt, kann an dieser These kein Zweifel bleiben oder ihr seid taub.

Die Verbindung der Stärken der einzelnen Musiker zusammen mit einem packenden Songwriting macht aus dem Song und der EP einen absoluten Pflichtkauf. Ende Mai wird sie über Ván Records erhältlich sein und die Erstauflage ist auf 250 Stück in schwarzem Vinyl limitiert, also behaltet schon mal den Shop im Auge, damit ihr diese EP nicht verpasst! (chris)

If you′re a lucky guy, you grabbed this new EP at the mighty ACHERONTIC ARTS FESTIVAL where GRIFTEGARD delievered one of the best shows of the weekend which climaxed when the band played “The Four Horsemen” together with Farida Lemouchi.

The first song on this EP is “The Four Horsemen” which is available as a duet between Thomas Sabbathi and Farida Lemouchi. I always get goosebumps when I listen to this song and hear these two wonderful voices combined. Farida and Thomas put so much soul in their performance that you simpy can′t revoke the magic. This EP is dedicated to Selim Lemouchi and late GRIFTEGARD-drummer Jens Gustafsson what makes this release and the show in Oberhausen so sad in its meaning.

“The Four Horsemen” is a cover and originally released by APHRODITE′S CHILD. While listening and enjoying the swedish version I discovered the original and I want to make it heard (see the video above).

It′s astonishing how GRIFTEGARD managed to transform this 70s-progressive rock tune into a monolith of darkness. That′s art and I forbid myself to sing along in the car because my poor blaring means nothing but profanity compared to Farida and Thomas′s singing.

The next song is “A Beam in the Eye of the Lord”, a traditional GRIFTEGARD song which will make everyone happy who absorbed their previous releases; yeah, ironically doleful doom can really make someone happy… paradox, isn′t it?! The song is dark, heavy and the lyrics are so mercyless in a painful way, that it hurts

The riffs of Ola Blomkvist are always an example of the mightiest doom riffs and they won′t fail to have the desired effect. After Per Broddesson quit GRIFTEGARD it′s up to Jonas Mattsson on the lead guitar and everyone can be relieved because he has a similar intuition when it comes to melodies and his style is so full of heart when he plays the solos… Also drummer Fredrik Hellerström joined the band who already proved with YEAR OF THE GOAT that he is such a versatile drummer and last but not least it′s Joona Hassinen on bass, whose dark basssound delivers an dark and sinister feeling. Thomas Sabbathi, I said it before and I will say it again and again and again, is one of the best singers in Doom ever and when he raises his voice so forceful and passionate there can be no doubt or otherwise you′re deaf.

The alliance of the individual strength and the ability to write thrilling songs raises this EP to a must-have. At the end of march it will be available at Ván Records and the first edition is limited to 250 pieces in black vinyl. Check out the store so you won′t miss it. (chris)