DRUDKH/PAYSAGE D´HIVER “Somewhere Sadness Wanders/Schnee (IV)” (Black Metal)

Online seit 30.09.2017

DRUDKH/PAYSAGE D´HIVER

“Somewhere Sadness Wanders/Schnee (IV)”
(Black Metal)

Wertung: Sehr gut

VÖ: 25.08.2017

Label: Season Of Mist Underground Activists

DRUDKH: Facebook, Bandcamp
PAYSAGE D´HIVER: Bandcamp

DRUDKH waren ja eher nicht für Splitveröffentlichungen bekannt. Mit dieser hier erscheint jetzt aber die dritte in Reihenfolge in nur etwas mehr als einem Jahr.
Die letzten beiden Alben konnten mich nicht so recht überzeugen, aber die letzte Split mit Grift hat mich wieder voll gepackt. Also habe ich mich entsprechend gefreut, als ich eine Mail mit der neuen Split bekam.
Runtergeladen, angemacht, gestutzt.
Der Sound hat sich nicht großartig verändert, aber doch schon merklich. Etwas rauer, etwas räudiger, aber nach mehreren Durchgängen gefällt es mir doch ganz gut. Ich hatte halt etwas anderes erwartet. „All Shades Of Silence“ eröffnet mit seinen fast 13 Minuten die 3-Track-EP. Erstaunt war ich hier über den recht langen Ambientpart mitten im Stück, nicht ganz mein Ding! Ansonsten gefällt mir der Song gut, auch wenn er erstmal nicht das war womit ich gerechnet habe.
„The Night Walks Towards Her Throne“ ist dann schon eher wieder alte DRUDKH, sogar mit höherem Tempo als mein Liebling „Handful Of Stars“. Toller Song und hier passt der veränderte Sound auch wirklich gut.
Thurio´s Gesang klingt bei diesen Aufnahmen auch anders. Stimmlich nicht, ist er jedoch weiter in den Hintergrund gemischt worden und hat mehr Höhen im Mix abbekommen. Ich musste mich etwas umgewöhnen, aber auch diese Split gefällt sehr gut.
Oft vertonen DRUDKH ja ukrainische Dichter.
Bei „All Shades Of Silence“ gibt es einen Text von Yevhen Pluzhnyk, der 1936 in einem stalinistischen Gulag verstarb. Bei „The Night Walks Towards Her Throne“ sind die Worte von Maik Yohansen, der 1937 durch die Kugeln eines sowjetischen Erschießungskommandos starb.

Die Schweizer Einmanntruppe PAYSAGE D´HIVER fügt dann, den fast 20-minütigen, 3. Song zur Split!
„Schnee IV“ ist wesentlich räudiger als Drudkhs Anteil. Zudem schneller und wesentlich monotoner. Die Umstellung vom Sound her fällt mir zwischen den Songs zwar etwas schwer, aber mir gefällt beides gut.
Den Song „Schnee“ gibt es auf der 2003´er Split mit Vinterriket. Schnee II und Schnee III habe ich aber vergeblich gesucht. Falls jemand weiß wo diese zu finden sind, schreibt mich doch bitte an. Tortz der Länge und der Monotonie in der Musik wird „Schnee IV“ aber nicht langweilig. Liegt wahrscheinlich am sumpfigen, höhenlastigen Schlagzeug, welches fast durchgehend ballert. Toller Song!

Die Split erscheint in 1500 Pressungen auf 500 schwarzen, 500 bronzenen und 500 weißen Vinyl, also zugreifen! (hendrik)

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