BROKEN DOWN “First Spit” (Electronic Doom Rock)

Online seit 9.03.2015

BROKEN DOWN

“First Spit”
(Electronic Doom Rock)

Wertung: gut

: 23.02.2015

Label: Altsphere

Webseite: Facebook

BROKEN DOWN ist das Baby von Jeff Maurer, seines Zeichens Chef beim Altsphere Label, welches uns schon Veröffentlichungen von Bands wie WZARD′S BEARD, ROTE MARE oder SURTR beschert hat. Bei seinem Projekt gibt das Zitat von Jello Biafra die Richtung vor: “Nowadays it′s been put into all these narrow parameters. A band picks a style, plays in nothing but that style and puts the intelligent members of their audience to sleep.”

Jeff nimmt sich also eine Menge Freiheiten, wenngleich das Ergebnis noch sehr gerne viel extremer hätte ausfallen dürfen, wenn man mich fragt. Jeff nimmt Doom, Electronic, ein bisschen Industrial, eine Portion Sludge und Rock und verquirlt die Zutaten zu einem zähen Zement, der sich langsam über deine Ohren ergießt. Besondere Aufmerksamkeit werden sicherlich die Coverversionen des Albums erhalten, denn die Bearbeitungen sind grandios und und erfüllen meine Standards für gute Coverversionen: das Original in sämtliche Einzelteile zerlegen und dann völlig anders zusammensetzen, ohne den Wiedererkennungswert komplett zu schrotten. So kommt der Doomhead in den Genuss der EIFEL65-Nummer “Blue”, welche aber hier “Doom” heißt. Highlight ist aber sicherlich das BONEY M-Cover “(Crazy like a witch) Daddy Doom”… Hammer! Schleppende Rhythmen, neuer Text, und einfach nur hypnotisch.

Aber auch die eigenen Songs “You covetous, I′m on a roll”, “A pill hard to swallow”, “How could it be”, “On the way to be yourself” und “Southern wave of goodbye” machen Spaß, wenngleich, ich erwähnte es bereits, noch mehr Mut gut gewesen wäre. Im Endeffekt erinnert mich der Mix, den uns Jeff serviert an CAT RAPES DOG zu ihrer “Biodegradeable”-Phase, allerdings ohne die großen Melodien. Vielmehr regiert hier eher die Straße, der Dreck, was sehr treffend durch die Vocals rübergebracht wird. Schade, dass die Songs fast alle im gleichen Tempo dargebracht werden, denn auch hier hätte Abwechslung gut getan, allerdings ist eine gewisse Monotonie ein Stilmittel des Dooms und Sludge, also so what?!

Als Anspieltipps empfehle ich die Covers und vielleicht das grandiose “On the way to be yourself” und hoffe, dass Jeff beim nächsten Mal die Extreme noch viel weiter auslotet, um dem Biafra-Zitat gerecht zu werden. Keep it going! (chris)

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