PARTY.SAN OPEN AIR 2012 :: Das beste Extremfestival

Online seit 1.11.2012


Bericht vom PartySan Open Air (9.-11.8.2012 Schlotheim – Flugplatz Obermehler)
u.a. mit Immortal, Bolt Thrower, Nile
(Bericht by hendrik + raphael, Fotos by hendrik)

Wir freuten uns dieses Jahr riesig auf das PartySan, da diesmal alle 3 Headliner voll unserem Geschmack entsprachen. Und so machten wir uns ein zweites Mal auf zum neuen Gelände des Festivals in Schlotheim, oder eben eher Obermehler.

1.TAG:

Gleich die erste Band des Festivals rüttelte uns beim Zeltaufbau ordentlich durch. DEAD CONGREGATION aus Griechenland haute uns derben Death Metal mit einer großen Prise Black Metal um die Ohren und bereiteten uns somit einen angenehmen Einstand auf dem PartySan 2012. Mit dieser Band muss ich mich dann mal weiter beschäftigen.


VALLENFYRE
, die neue Death Metal Band um Greg Mackintosh von Paradise Lost hat ja mit ihrem Album „A Fragile King“ schon ziemlich viele Leute begeistert. Die Mischung aus Old School Death Metal, Doom und Crust kam live auch ziemlich gut rüber. Alles war top abgemischt und auch die Stimmung und das Licht trugen zum gelungenen Konzert bei. Aber was soll bei so hochkarätigen Bandkollegen wie Adrian von At the Gates, Scoot von Doom und Hamish von My Dying Bride auch schief gehen… Daumen hoch!

SOLSTAFIR sah ich mir dieses Mal natürlich an. Bei meinem ersten PartySan in 2009 kannte ich die Band noch nicht und habe sie leider nur vom Zeltplatz aus gehört. Nachdem ich mir „Köld“ dann besorgt habe und in der Zwischenzeit „Svartir Sandar“ erschienen ist, freute ich mich riesig auf die Band. Ihr Post Black Metal kam beim Publikum gut an und die 45 Minuten gingen dann leider viel zu schnell rum bei den Songlängen, die bei SOLSTAFIR so üblich sind, aber dieser Auftritt war ein absolutes Erlebnis, was auch am guten Sound und Lightshow lag. Spitze!

SODOM, eine der Legenden des Thrash. Leider bin ich nie ganz warm geworden mit dieser deutschen Kulttruppe aus dem Pott! Klar, Lieder wie „Ausgebombt!“, „Bombenhagel“ oder „Der Wachturm“ sind mir ein Begriff und die M-16 steht in meinem Schrank, aber irgendwie kickt mich das Ganze nicht wirklich. Gefeiert wurde die Band vom diesjährigen Publikum jedoch wirklich gut. Live sehe ich mir die Band eigentlich bei fast jeder Gelegenheit an, also wenn sie auf einem Festival spielen, aber wie gesagt, kriege ich keine richtige Verbindung zu ihr, auch wenn die Shows, wie auch hier, immer energiegeladen und gut sind!


BOLT THROWER
sind live immer ein Erlebnis. Da ich die Band schon einige Male bewundern durfte, haute mich der Auftritt mich nicht mehr so ganz aus den Latschen. Die Band war gut drauf und im Publikum war es ziemlich gut gefüllt. Die Band spielte wie immer auf hohem Niveau und war im Vergleich zum 2008er PartySan Auftritt von Anfang an top abgemischt. Nach gefühlten zwei Stunden Panzerfahrt durch die komplette Bolt Thrower Schaffensgeschichte war auch dieser Feldzug vorbei. Positiv zu bemerken war, dass der Sänger Karl Willets ein Shirt von der malaysischen Band Humiliation (unsere Zeltnachbarn) trug. Da merkt man, dass man sich auch als Szene Größe trotzdem noch mit dem Underground auseinandersetzt. So ging der erste Festivaltag sehr erfolgreich zu ende.

2. TAG:

Die schwedischen ENTRAILS sorgten nicht nur wegen ihres sehr Entombed ähnlichen Logos, sondern auch wegen ihrer sehr ähnlichen Musik für Furore. Schwedischer Old School Death Metal am Morgen macht auch jeden müden Metaller wieder fit. Mir persönlich wurde der Auftritt schnell zu eintönig, aber alles in Allem ein gelungener Einstieg in den zweiten Festivaltag.

Von GENERAL SURGERY sahen wir leider nur die letzten drei Lieder. Aber da ich die Band auch schon einige Male live erleben durfte, überzeugten sie mich trotzdem. Carcass-ähnlicher Goregrind aus Schweden. Wie immer ein gelungenes Bühnenauftreten mit den Arztkitteln und mit Blut besudelt, zeigten die schwedischen Musiker wieder ihr instrumentales und gesangliches Können. Das Geilste am diesjährigen Auftritt war ein Coversong, den ich noch nie irgendwo gehört habe. „Maggots in your coffin“ von Repulsion, kam schon echt gut und sollte ins Liveprogramm jeder Grind-Band aufgenommen werden.

IMMOLATION, die amerikanischen Tech-Deather aus New York, überzeugten mich schon auf der 2010er Tour mit Napalm Death und Macabre. Da ich die Band auf CD eher bescheiden finde, überzeugen Sie mich live immer umso mehr. Die Band war perfekt abgemischt und auch die Bühnenpräsenz der Musiker war sehr gut. Gut gespielter technischer Death Metal, der nicht in endlose Frickelorgien abdriftet, ist leider selten geworden. Deswegen Daumen hoch für Immolation.


Die finnischen Doom-, Dark Metaller von GHOST BRIGADE habe ich durch das Party San 2010 kennen gelernt. „Isolation Songs“ gehört seit her zu einer der Platten, die immer wieder bei mir laufen und ich freute mich als sie für dieses Jahr wieder bestätigt wurden. Vom aktuellen Album wurden natürlich auch Songs gespielt, aber das 2. Album überwiegte, meinen Erinnerungen nach. Da sie leider nicht ganz im Dunkeln spielten, kam die erhoffte Stimmung nicht ganz zu Stande. Aber GHOST BRIGADE würden es selbst bei gleißender Sonne schaffen, eine Gänsehaut zu erzeugen, die auf Gefühlen wie Einsamkeit, Trauer und Wut beruht! Einfach immer wieder ein echter Hammer!

Eine Neuheit dieses Jahres war die Underground-Zeltbühne. Hier traten am Freitag 6 und am Samstag 5 deutsche Undergroundbands auf, die es nach Meinung der Veranstalter wehrt sind, sich auf einem Festival eine größeren Masse präsentieren zu dürfen.

HARADWAITH, die mit ihrem Debüt „Creating Hell“ (Review) schon für Gesprächsstoff sorgten, waren am Freitag dann die erste Band, die wir uns auf der Zeltbühne ansahen. Die Schwarze Hälfte des Zeltes, wo die Bühne stand, machte auf bei Tageslicht eine gute Lichtshow möglich, was HARADWAITH zu gute kam. Ihr kalter Black Metal, den ich immer wieder positiv mit 1349 in Verbindung bringe, gewann durch das gute Licht noch an zusätzlicher Kraft. Nach dem wirklich guten 1. Album hatte ich gehofft, mehr von dieser Band zu hören. Dass sie jetzt auf dem PartySan auf der Nachwuchsbühne zocken durften, ist doch schon ein Schritt in die richtige Richtung. Diese Band hat Aufmerksamkeit verdient, die wenigen Songs, die ich zwischen Ghost Brigade und Nile genießen durfte haben überzeugt!

 

Riesig gefreut habe ich mich dieses Jahr auf die „EgyptDeather“ von NILE. Ihr aktuelles Album hat mich nach einigen Durchläufen doch stark umgeblasen. Ich war sehr gespannt, da mich mein erster NILE-Gig 2003 auf dem Fields Of Rock schwer enttäuscht hatte, 2010 auf dem Full Force haben sie mich hingegen völlig umgehauen. Vom aktuellen Album haben sie nicht so viel gespielt wie erwartet, die Songauswahl im Ganzen war jedoch sehr gut, da sie auch die älteren Alben wie „Black Seeds Of Vengeance“ und „In Their Darkened Shrines“ mit eingebunden haben. Technisch und vor allem auch soundtechnisch perfekt ballerten die Amis ihren technischen Death Metal auf die hungrige, dass es nur so eine Freude war. Das Publikum ging gut mit und wurde von der Band auch gut mit eingebunden. Nächstes Mal ist meiner Meinung nach ein Headlinerplatz drin für diese Truppe!


Die Söhne der Dunkelheit des Nordens, IMMORTAL, betreten etwas verspätet die Bühne, aber sofort beginnt ein Bühnenfeuerwerk. Man kann über IMMORTAL sagen was man will und es wird immer Streitthemen geben, ob man die überhaupt ernst nehmen kann oder ob die überhaupt „trve“ sind. Mir ist das völlig egal. Der puristische atmosphärische Black Metal kommt voll und ganz rüber. Nach den ersten 3-4 Songs ist der Sound perfekt und Abbath und seine zwei Mitstreiter Appollyon und Horgh haben die Menge im Griff und hüllen sie in eisige Dunkelheit. Die etwas einseitige Setlist beinhaltet sechs der acht Songs von Sons of Northern Darkness, aber zusätzlich auch noch einige neuere und ältere Songs. Ich hätte mir zwar noch gerne einige Songs von Battles in the North gewünscht, aber ansonsten war das Konzert sehr gelungen. Ein würdiger Abschluss für den zweiten Tag des PartySans 2012.

 

3.TAG:

CASHLEY spielten auch dieses Jahr wieder 2 Stunden zum Frühstück. Diese Truppe auf ein Metalfestival zu holen, ist einfach eine grandiose Idee. Songs von Elvis Presley, von Johnny Cash und bekannte Coversongs in ihrem Stil zu spielen, kam beim Publikum an. Das Zelt war zu dieser Uhrzeit schon wirklich gut gefüllt und diese Musik macht morgens beim (mehr oder weniger-) Katerfrühstück auch wirklich Spaß!

Rompeprop konnte wegen eines Unfalls eines Bandmitglieds leider nicht spielen und wurden dann quasi von RECTAL SMEGMA vertreten. Die Holländer passen schon allein ihres Bandnamens wegen auf jedes harte Metalfest. Sie mischen Brutal Death mit Goregrind und wurden dafür vom Publikum mit viel Applaus beklatscht. Dass der Spaßfaktor relativ hoch ist, merkt man dann ja auch schon an Songtiteln wie „When My Fist And Your Ass Collide“. Die Truppe hat gut gerumpelt!

CATTLE DECAPITATION, die veganen Tech/Death/Grind Knalltüten aus Amerika. Ich durfte die Band bisher schon auf dem Neurotic Deathfest bewundern, aber hier legten die Amis noch einen drauf. Instrumental und soundtechnisch war das Konzert 1a. Das Set beinhaltete viele Songs von dem neuen Album „Monoliths of Inhumanity“ und die Songs funktionierten live alle sehr gut. Zusätzlich zu dem musikalischen Hintergrund beglückt Sänger Travis uns mit zahlreichen Facetten des extremen Gesangs. Growling, Squealing, Screaming und was es noch so für „Fachausdrücke“ gibt, schallen einem von der Bühne entgegen. Es war definitiv eins der besten Death Metal Konzerte, die ich seit langem bewundern durfte.


NOCTE OBDUCTA
gehört schon lange zu einer meiner liebsten deutschen Bands des Black Metal. Entsprechend schade fand ich ihre Auflösung, aber dann auch wieder ihre Reunion. Als ich dann vom neuen Album und später von ihrem Auftritt auf dem diesjährigen PartySan erfahren habe, ging quasi ein Traum in Erfüllung! Obwohl diese Band keinen typischen Black Metal spielt und mit ihrer Version davon immer wieder für Gesprächsstoff sorgte, war viel Publikum vor der Bühne versammelt und gab direkt viel Vorschuss-Applaus. Am meisten erfreute mich, dass sie den Opener vom Album „Schwarzmetall“ spielten. „Fick Die Muse“ ist wirklich ein großer Song und wurde dann auch entsprechend abgefeiert. Dieses Konzert war ein absolutes Highlight für mich und wurde dadurch verschönert, dass ich die komplette Band zu späterer Stunde auf dem Festivalgelände traf und ein Foto mit ihnen machen konnte.


Auf guten Black Metal freu ich mich immer. Und das PartySan hat immer wieder BM-Bands im Angebot, die ich mit gerne ansehe. RAGNAROK gehört absolut in diese Liste, da sie, auch bei geringerer Bekanntheit definitiv zu den guten Bands der 2. Welle gehören, die ihr Ding noch heute so durchziehen. Von meinem Favoritenalbum, dem 2000er „Diabolical Age“ ging es dann auch gleich mit „It´s War“ ordentlich zur Sache. Corpsepaint und Kunstblut gehört für mich zum Black Metal dazu, wie Gewürze zum Essen, und davon hatten RAGNAROK genug mitgebracht um die richtige „Würze“ zu haben. Sänger HansFyrste gab eines der besten Fotomotive (siehe Galerie) des Festivals ab. Über solche Kundgebungen wir Satan sich freuen!


Wie auch schon am Freitag, war auch heute eine Band auf Undergroundbühne, die fest ins Programm eingeplant war. Die Old School Deather von REVEL IN FLESH durften die Songs von ihrem Debüt „Deathevokation“ (Review) im Zelt zum Besten geben. Eine bessere Band, die Dismember und Entombed liebt, sie aber nicht stumpf kopiert, kenne ich nicht. Ich hatte bei ihrem Auftritt das Gefühl direkt in den Beginn der 90er geschickt worden zu sein und grad eines der ersten Konzerte einer neuen, aufstrebenden Richtung des Death Metals erleben zu dürfen. GEIL!

TANKARD wollte ich schon seit ewigen Zeiten mal live begutachten, aber irgendwie hat es nie geklappt. Umso mehr freute ich mich auf ihren Auftritt dieses Jahr. Da ich die Band fast nie zu Hause höre, kannte ich auch kaum Lieder von ihnen. Über die Songtexte lässt sich bekanntlich streiten, aber der deutsche Old School Thrash Metal überzeugte mich auf ganzer Linie. Der Sound war gut abgemischt und so kamen die Riffs und der Gesang ziemlich klar rüber. Gerne wieder!


NAGLFAR
gehören zu denen melodischen Black Metal Bands, die ich damals sehr gerne gehört habe, dann aber irgendwann nicht weiter verfolgt habe, da mir der rauere extremere Black Metal besser gefiel. Die Alben „Diabolical“ und „Sheol“ gehören aber weiterhin zu den Platten, die immer mal wieder bei mir laufen. Wenn sie auf Festivals spielen, stehe ich dann immer hinten und warte auf „I Am Vengeance“, das bis jetzt jedes Mal kam, im Gegensatz zu „Horncrowned Majesty“! Raphael und ich standen am Havana-Stand und haben die Stimmung genossen, die die Schweden versprühten. Auch wenn diese live nicht ganz an die Kälte herankommt, die sie bei mir zu Hause entfalten. Das Publikum war jedoch begeistert und feierte die Band!

BEHEMOTH, die für die, bis jetzt immer absagenden, Amis von Deicide, die Bühne bestiegen, waren meiner Ansicht nach definitiv die bessere Wahl. Deicide hätte ich gerne mal gesehen, aber wie gesagt, haben sie bis jetzt nie gespielt, wenn sie im Vorfeld bestätigt waren.


Auf BEHEMOTH dagegen, kann man sich immer freuen und bekommt jedes Mal ein Black/Death-Gewitter, das sich sehen lassen kann. Die recht religiöse Bühnenherrichtung, macht immer einen guten Eindruck, das Licht dazu ist immer passend und musikalisch und soundtechnisch gibt es bei den Polen auch nie etwas zu meckern. Spätestens bei dem Song „Christians To The Lions“ bei dem umgedrehte Kreuze entzündet wurden (siehe Galerie), sollten jedem klar gewesen sein wofür BEHEMOTH stehen. Ein pechschwarzer Abschluss eines gelungenen Festivals!

 


Fazit des Festivals

Es war das erste Mal in 5 Jahren PartySan, dass wir alle 3 Headliner sehen wollte, dafür gibt’s schon mal ein dicken Daumen nach oben. Leider sind mir dieses Jahr einige Dinge stark negativ aufgefallen, die ich hier erwähnen möchte, die für den regulären Festivalgänger aber nicht groß von Bedeutung gewesen sein sollten. Als erstes fiel uns am Rande auf, ohne dass es das Festivalfeeling stark geschmälert hätte, dass die Stände von Earache, Relapse und Nuclear Blast, bei denen wir in den letzten Jahren einiges an Taschengeld gelassen haben, nicht da waren. Um einiges mehr fehlte uns der Stand vom Inder mit seinem veganen Essen, was wir in den Jahren vorher zum definitiv besten Festivalessen überhaupt erklären konnten. Nach direkter Anfrage ans Festivalteam haben sich diese Stände für dieses Jahr leider bloß aus verschiedenen Gründen gar nicht angemeldet, schade! Was mir als Fotograf dieses Jahr leider stark negativ aufgefallen ist, war die Situation im Fotograben. Die Jahre vorher war immer viel Platz und Zeit im Fotograben vorhanden. Dieses Jahr wurden die Fotografen aufgrund ihrer hohen Anzahl in 2 Gruppen eingeteilt, die sich die Fotozeit von 3 Songs teilen mussten. So blieb mit Glück für jede Gruppe eine Zeit von 1,5 Songs zum Knipsen. Was gar nicht mal soooooo schlimm gewesen wäre, wenn die Security im Fotograben um einiges kooperativer gewesen wäre. Bei einer Fotozeit von 3 Songs die 1. Gruppe erst in den Graben zu lassen, wenn der erste Song schon zur Hälfte rum ist, halte ich für eine schlechte Zusammenarbeit, wenn der Grund für die Verspätung ist, dass die Securityjungs ihr Getränk noch nicht aufhatten oder noch nicht aufgeraucht hatten, bzw. noch nicht in Position waren, was auch nicht klappen kann, wenn man erst bespricht wer wo steht, wenn die Band schon spielt. Bei anderen Veranstaltungen und auch sonst jedes Jahr beim PartySan konnte man seine Position einnehmen, bevor die Band die Bühne betrat. Hinzu kam, dass der Fotograben mir dieses Jahr extrem voll erschien. Man musste sich eine guten Platz im Graben „erkämpfen“ und ihn „verteidigen“, um gute Fotos zu machen. Wenn man dann der Security etwas zu nah kam, fing man sich schnell böse Blicke ein und wurde mit Schwung in seine Schranken verwiesen, was leider des Öfteren hieß, dass man an seinen Vordermann geriet, der seinerseits stinkig reagierte, da er Angst um seine Kamera hatte. Diese Angst hatte ich leider auch des Öfteren und zwar meistens, wenn die Fotozeit vorbei war, ohne dass ich es mitbekommen habe. Dann bekam man gerne mal einen kräftigen Schubs von der Seite, um zu verstehen, dass man im Fotograben jetzt nichts mehr zu suchen hat. Bei so manchen Ausrüstungen, die richtig viel Kohle gekostet haben, eine absolute Frechheit! Zu allem kam dann noch hinzu, dass einem ein gefühltes Dutzend Kameramänner immer das beste Bild versaute, bzw. nur so viel Platz über war, dass man die Tonnen für die Feuereffekte mitten im Bild hatte (siehe Galerie). Nach Angaben des Festivals arbeiten sie schon seit 10 Jahren mit der Securityfirma zusammen. Bislang gab es nichts zu meckern, aber dieses Jahr ging leider gar nicht. Ich habe mich mit einigen Fotografen unterhalten und alle waren derselben Meinung. Selbst der Fotograf eines deutschen Printmediums mit vielen Jahren Erfahrung hatte so etwas noch nicht erlebt und war wirklich angefressen. Anscheinend hat irgendjemand die Stimmung an die richtige Stelle weiter getragen, denn am dritten Festivaltag war die Situation sehr viel angenehmer, auch wenn es immer noch viele Fotografen waren, die sich ihren Platz teilen mussten. Nach Angaben des Festivals, waren es jedoch nicht mehr akkreditierte Fotografen als die Jahre zuvor, sondern die anwesenden wohl nur fleißiger als sonst! Nächstes Jahr soll dann wohl etwas aussortiert werden! Das Festival hat ansonsten natürlich Spaß gemacht, aber die Fotosituation hat mir die Stimmung in den ersten beiden Tagen doch teilweise stark vermiest. Besuchertechnisch halte ich das PartySan aber für das beste Extremfestival, das ich bis jetzt besucht habe! Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!!!!!!!

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