FILM+HÖRSPIEL

FILM „The ABC’s Of Death 2“ (Horror)

Originaltitel: The ABC’s Of Death 2

Herstellungsland: USA 2014

VÖ: 24.04.2015

Wertung: Gut

Regie: E.L. Katz, Julian Barratt, Julian Gilbey, Robert Morgan, Alejandro Brugués

Darsteller: Martina García, Béatrice Dalle, Laurence R. Harvey, Miguel Ángel Muñoz, Tristan Risk

FSK: ab 18

Studio: NSM Records

Genre: Horror

 

Inhaltsangabe:

Manche lernen es nie: 26 neue Regisseure. 26 neue Wege zu sterben. THE ABCs OF DEATH 2 ist die Fortsetzung der wohl ambitioniertesten Filmanthologie der letzen Jahre. Und wieder bekamen weltweit einschlägige Genrefilmer aus aller Herren Länder einen Buchstaben aus dem Alphabet zugeteilt. Daran anlehnend sollten sie eine Geschichte über den Tod abliefern. Herausgekommen sind provokante, schockierende, witzige und manchmal auch anstößige Kurzfilme, die eine neue Generation des modernen Genrefilms zelebrieren.

Meinung / Fazit: guter Stoff

122 Minuten Laufzeit, 26 Buchstaben, 26 Regisseure und 26 neue Kurzgeschichten, die in jeweils maximal 5 Minuten kurioses, radikales, ekeliges, perverses, unheimliches oder mysteriöses zum Vorschein bringen. Schon Teil eins hat viele Fans für sich gewinnen können, doch glaubt mir, diese zweite Sammlung an knackigen Kurzgeschichten legt nochmal locker eine Schippe drauf! Dabei sind die Geschichten sehr oft mit einer großen Portion Komik ausgefallen und keine brett-harten Splatterorgien. Daher weiß ich eigentlich auch nicht, warum das ganze in Deutschland mal wieder eine Kürzung bekommen hat.

Besonders gefallen haben mir dabei die Stop-Motion Body Horror Episode „Deloused“ von Robert Morgan. Aber auch die „Castaway“ inspirierte Geschichte der Gestrandeten (E wie Equilibrium von Alejandro Brugués) ist eine sarkastische Geschichte vom Miteinander zwischen Männern und Frauen. Als grandiose Splatter Orgie mit einem dämonischen „Evil Dead“ Touch gefällt auch besonders „Invincible“ von Erik Matti. Auch sehr gut und mit Potential für einen abendfüllen Film habe ich K wie „Knell“ empfunden wo eine schwarze Masse aus den Menschen wilde Tötungsmaschinen macht. Die M Folge „Masticate“ ist dann auch kurios. Hier kann man in einer so noch nicht da gewesenen Art sehen was Drogen so anrichten können. Aber auch Zombies fehlen nicht, hier gibt es eine sehr ungewöhnliche Geschichte von Hajime Ohata mit „Ochlocrazy“.

Es gibt sehr viele starke Episoden, mehr als beim ersten Teil. Ob man nun eine Folge gut findet oder nicht ist natürlich sehr individuell und geschmacksabhängig aber einige Ausfälle sind trotzdem zu verzeichnen. Viele Regisseure haben sich bereits auf dem Markt einen guten Namen erarbeitet wie zum Beispiel die Soska Sisters (hier mit einer schwächeren Geschichte „Torture Porn“), andere die das noch nicht geschafft haben, werden nun vielleicht Aufmerksamkeiten geweckt haben.

Glücklicherweise durfte ich die ungeschnittene Version sehen welche Capelight im edlen Mediabook veröffentlicht. Ob eine weitere FSK Fassung erscheint, bei der dann einige Buchstaben des ABC’s entfernt sind, bleibt noch final zu klären. Mal sehen welche Folgen es unbeschadet durch die Zensurprüfung schaffen. (michi)