FILM “German Angst” (Horror)

Online seit 23.06.2015

germanangstfskOriginaltitel: German Angst

Herstellungsland: Deutschland 2014

: 19.05.2015

Wertung: Gut

Regie: Jörg Buttgereit; Michal Kosakowski; Andreas Marschall

Darsteller: Milton Welsh, Annika Strauss, David Masterson, …

FSK: keine Jugendfreigabe

Studio: Neue Pierrot Le Fou

Genre:  Horror Episoden

 

Inhaltsangabe:

Deutschland, das ist der “Sandmann”, das sind Fritz Haarmann, der “Schlächter von Hannover”, Peter Kürten, der Vampir von Düsseldorf und “Totmacher” Rudolf Pleil. Das sind Goebbels und Mengele. Die Kultregisseure Jörg Buttgereit, Andreas Marschall und Michal Kosakowski haben diesem Deutschland einen “Heimatfilm” gewidmet, wie es ihn noch nie gegeben hat. Berlin: Ein junges Mädchen und ihr Meerschweinchen hausen scheinbar verlassen in einem Plattenbau. Doch immer wieder zieht es das Mädchen in ein Schlafzimmer, aus dem gedämpfte Schmerzensschreie dringen und das sie blutbefleckt wieder verlässt… Ein taubstummes Pärchen wird von Neonazis attackiert und holt mit Hilfe eines mystischen Talismans zum brutalen Gegenschlag aus… Der erfolgreiche Fotograf Eden wird Mitglied eines so geheimen wie mysteriösen Sexclubs, dessen Mitglieder sich mit dem Saft der Alraune zu ungeahnten ekstatischen Höhen aufschwingen. Mit unkontrollierbaren, höllischen Nebenwirkungen, wie sich zeigt… Ein Schreckensbild deutscher Urängste, wie es eindringlicher und furchteinflößender nicht sein könnte.

Deutsche Speerspitze

Im Vorfeld war die Aufregung groß. Jörg Buttgereit (Nekromantik), Michal Kosakowski (Zero Killed) und Andreas Marschall (Masks) machen zusammen einen Horrorfilm. Dann kam hinzu noch die Wortgewalt des kraftvollen Namens “German Angst”. Perfektes Futter für die Fans und natürlich auch die Presse die sich allesamt umgehend auf dieses Projekt stürzten. Sicherlich zurecht, denn der deutsche Horrorfilm braucht mehr Aufmerksamkeit!

Nun so hat also jeder Regisseur eine Geschichte beigetragen und zuerst darf Jörg Buttgereit ran mit seiner Geschichte “Final Girl” die den Zuschauern gleich mal mit einer sehr besonderen Erzählersicht und Perspektive konfrontiert, denn die Interaktion zwischen dem jungen Mädchen und dem Meerschweinchen ist äußerst interessant und verwirrend zugleich, da einem das Ziel dieser Art der Erzählung nicht unbedingt erschließt. Das aber in der Wohnung des Mädchens ganz andere grausame Dinge vor sich gehen bekommt man recht schnell zu spüren. Zuerst bekommt man optisch eine immer dunklere und verkommene Sicht auf das Umfeld zu sehen, kurz darauf wird die Geschichte ihrem Namen gerecht und unser “Final Girl” schafft es mittels wundervoller elektrischer Küchengeräte eine blutig rote Rache auszuüben.

Die Geschichte ist toll erzählt und auch optisch ansprechend. Das Finale zeigt dann sehr blutig Buttgereits Handschrift dieser etwa 25 minütigen ersten Story.

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Michal Kosakowski nutzt dann mal wieder die guten alten bösen Nazis als Teil seiner Geschichte in der es sich um ein Amulett dreht, welches die Macht hat Leben und Tod zu tauschen. Ein stummes Liebespärchen ist der Mittelpunkt und die Familie des Jungen wurde im zweiten Weltkrieg brutal von Nazis hingerichtet. Doch mit Hilfe eines Amuletts konnte ein verbleibendes Mitlied einen Seelentausch hervor zaubern und somit eine Rache im fremden Körper initiieren. Doch auch das stumme Pärchen wird auf einmal von einer Gruppe brutaler Kids überfallen und die Geschichte scheint sich zu wiederholen,…

Diese Story zeichnet sich zuerst durch sehr rohe Gewalt aus bei der die Familie schonungslos von den Nazis getötet wird. Auch in der Jetzt-Zeit gehen die fiesen Bandenmitglieder extrem brutal zur Sache. So richtig bereichern tut dieser Beitrag das Filmgenre aber nicht.

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Andreas Marschall hatte zuletzt mit seinem German Giallo Film viel Lob geerntet. Nun hat er auch hier Platz für seine Geschichte bekommen und hat diese sehr Crazy gefüllt mit einer Story voller Drogen, Sex, Visionen und Alptäumen. Genannt hat er sein Werk “Alraume” und dieser Beitrag hat mit 50 Minuten auch die längste Spielzeit bekommen. Tja, das was hier passiert ist die Folge eines Blind Dates, welches ziemlich hemmungslos verläuft.

In Summe weiß ich gar nicht ob ich mit dem Film zufrieden bin. Irgendwie habe ich mehr erwartet. Warum? Keine Ahnung, das haben wohl die oben genannten fast süchtigen Erwartungen des gesamten Umfeldes geweckt. Herausgekommen ist nun aber ein guter Episoden Horror, der in den derzeitigen Trend der Kurzfilmsammlungen von “VHS” oder “ABC’s Of Death” passt. und alles Made in Germany ist. Auch der Härtegrat ist bei weitem nicht so intensiv wie man meinen mag, das die FSK den Film nun letztlich durchgewunken hat, erscheint nur gerechtfertigt. Trotzdem sollte wohl der geneigte Horror Freak diesen Film mal gesehen haben,….(michi)

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