REVIEW

MORTUARIUM „The Black Flame“ (Black Metal)

MORTUARIUM

„The Black Flame“
(Black Metal)

Wertung: Gut

VÖ: 31.08.2025

Label: Schattenkult Produktionen

Webseite: Bandcamp

Das hessische Projekt MORTUARIUM wurde 2022 gegründet, nachdem sich die von mir hochgeschätzten Ulfsdalir aufgelöst haben. Im August ´25 kam durch das Debütalbum die erste Veröffentlichung. Ragnar fährt diese Band alleine auf der Asche seiner alten Band Mortuary (1993-1996). Musikalische Inspiration für den Black Metal, der sich im unteren bis mittleren Tempo bewegt holt Ragnar sich bei alten Helden wie Thorns, Samael und Burzum.
Die Laufzeit von etwas über 35 Minuten bei 5 Songs und einem Intro deuten schon daraufhin, dass man sich zwar nicht in epischen Überlangen bewegt, aber auch keine kurzen, knackigen Ohrwürmer auf den Tisch knallt.
Ich bin eigentlich eher der Hochgeschwindigkeitstyp, lehne Down- bis Midtempo aber nicht kategorisch ab. Eine Mischung in der Hochgeschwindigkeit überwiegt und das langsame als Kontrast eingesetzt wird, liegt mir am meisten. Auf „The Black Flame“  wird es genau gegensätzlich gehandhabt. Überwiegend bewegt man sich schon fast in doomigen Gefilden, ab und zu wird Fahrt aufgenommen. Wobei ich „Darkness Within“ hervorheben möchte, der mit zur Abwechslung eingestreuten, schönen Doublebasseinlagen gerne an Burzum erinnert.
Bei Songlänge zwischen über fünfeinhalb bis fast siebeneinhalb Minuten, dürfte man für meinen Geschmack, aber etwas mehr Abwechslung einstreuen, um Längen zu verhindern.
Zu meiner Überraschung packt MORTUARIUMs Debüt mich aber mehr als andere Veröffentlichungen in dieser Ausrichtung. Liegt es am dumpfen Sound, bei dem man aber jedes Instrument gut heraushören kann? Oder an den Melodien, die mich vor allem in „Endless Echoes Of The Past“ packen können? Die Stimme von Ragnar gefällt mir sehr gut, wäre mit etwas mehr Abwechslung, aber noch tragender. Ein bisschen höher angesetzt und mit eingestreutem Kreischen, wäre sie hier perfekt. Aber auch so wie sie ist, macht sie ordentlich was her. Ich brauchte ein paar Anläufe, um mich auf „The Black Flame“ einlassen zu können, da es nicht meinem Standardgeschmack entspricht, aber hier gibt es einiges zu entdecken und wie gesagt, sticht die Scheibe für mich aus ähnlichen Produktionen heraus.
Das Digipack gibt es für 12€ auf der Bandcampseite von Schattenkult Produktionen, die oben verlinkt ist. (hendrik)