BLOODSUCKING ZOMBIES FROM OUTER SPACE :: Halloween Mini Tour 2011


BLOODSUCKING ZOMBIES FROM OUTER SPACE
Live am 31.10.2011 aus dem Hamburger Hafenklang
Halloween Mini Tour 2011
(Fotos & Videos by Chris)

Ist ja schon fast nicht mehr normal, wenn sich zwei durchgeknallte Musikfreaks für ein Konzert zwei Tage Urlaub nehmen, eine längere Zugfahrt ertragen und man sich dann noch den Luxus gönnt in einem Hotel abzusteigen. Da es sich aber um die BLOODSUCKING ZOMBIES FROM OUTER SPACE handelt, muss ich ja wohl niemandem Rechenschaft ablegen. Schließlich treffen die „Eaters Of The Dead“ mit ihrem Horrorbilly bei uns voll ins Schwarze und so ist keine Mühe zu groß, um eines der wenigen Konzerte zu besuchen, die es von den Österreichern im hohen Norden Deutschlands zu bewundern gibt. Um all dem noch eine blutige Krone aufzusetzen, haben Chris und ich noch ein Date für ein richtig spannendes, witziges und extrem aufschlussreiches Interview vor dem Gig mit Sänger Richy und seinen Kollegen. Das Ergebnis dieses Frage-Antwort-Spiels gibt es ebenfalls auf unserer Homepage zu sehen sein. Ja genau zu sehen, denn wir haben alles auf Video festgehalten (siehe auch ganz unten am Ende des Berichtes).

Nachdem diese überaus spannende Erfahrung für uns leider schon fast zu schnell vergangen ist, betreten wir den Konzertraum des Hafenklang, der sich langsam zu füllen beginnt. Passend zu Halloween gibt es auch einige Besucher die ihrer Kreativität freien Lauf gelassen haben und so findet man allerhand aufgeschminkte Narben, Wunden und anderen skurrilen Körperschmuck, der zur optischen Stimmung des Abends beiträgt.


Mit einer kleinen Verspätung ist es dann endlich soweit und die BLOODSUCKING ZOMBIES FROM OUTER SPACE entern zum schon gewohnten Intro die im Hafenklang recht klein ausgefallene Bühne, die stilgerecht mit ein paar Skeletten dekoriert wurde. Richy Dead Gein nimmt natürlich an den Stand-Up Drums die zentrale Position auf der Bühne ein, Reverend Bloodbath (Gitarre / Keyboards), Mr. Jim Evilize (Leadgitarre) und Dr. He-Mann Schreck (Doublebass) müssen sich den Rest der arg kleinen Fläche teilen. Aber egal, dann wird’s halt kuschelig. Genauso „kuschelig“ wird es auch sofort im Publikum, als die BZFOS mit „Cannibal Holocaust“ loslegen. Wie immer bei Halloween Shows haben die Bandmitglieder wieder zum Beginn der Show ihre Monster Masken vorm Gesicht und so werden die steilen Horrorbilly Klänge von Jason, Dracula, Frankenstein und dem Wolfman gespielt… Man merkt der Band sofort die unzubändigende Spielfreude an, die über rasend schnelle Drums, wild klackende Doublebass Sounds und dem unter den Masken noch etwas verstümmelt rüberkommenden Gesänge herausgelassen wird. Ok, Masken runter und weiter geht’s mit einer Unzahl an Klassikern wie z.B. „Teenage Universal Creature“, bei dem sich inzwischen auch schon der erste kleinere Pogopulg gebildet hat. Eigentlich gibt’s doch nichts Besseres, als zu dieser Mucke einfach wild abzutanzen und genau das zeigen auch die durchgängig zufrieden aussehenden Zuschauer.

Ziemlich schnell wird es richtig warm im Hafenklang, auch daran zu sehen, dass sich so langsam die Schminke und die aufgeklebten Narben im Gesicht von Sänger Richy selbstständig machen. Aber auch so kann man weibliche Fans glücklich machen, denn der Narbenfetzen hat schnell eine neue Besitzerin gefunden. Anhand der Reaktionen der Besucher kann man spüren, dass jeder Song, der gespielt wird, ein Volltreffer ist. Natürlich dürfen „Moonlight Sonata“, „Reign Of Devils“, „Plainfield Love“ und „Dr. Feudstein“ nicht fehlen. Beim letztgenannten Stück werden die Zuschauer auch mal spontan auf ihr Horrorfilmwissen geprüft und tatsächlich kannten einige den Ursprungsfilm dieses Songs. Kennt ihr ihn liebe Leser? Hmmm, ich verrate es nicht, besucht einfach ein Konzert der BZFOS, dann wisst ihr es ;-). Mit „Legendary Jack“, dem Song über Österreichs bekanntesten Serienkiller Jack Unterweger,  bei dem das totale Ausrasten im Publikum angesagt ist und dem hymnenhaften Song, den die Zombies ihren wohl besten Song nennen, „Monster Mutant Boogie“, beenden die Wiener „Eaters of The Dead“ erst einmal den Gig, lassen sich aber ziemlich schnell für eine Zugabe begeistern.


Die Zugabe bedient die Horrorbilly-hungrigen Zuschauer mit ein paar älteren Stücken, die genauso dankbar wie textsicher gefeiert werden. Die zweite Zugabe beginnt mit einer kleinen Überraschung für alle diejenigen, die auf der Playliste gespickt haben, und zwar mit „Supersheriff“, ist aber ein Zuschauerwunsch und da lässt man sich nun mal nicht zweimal bitten. Der Song, der ursprünglich von der österreichischen Punklegende DRAHDIWABERL stammt, wird zu meiner Überraschung  richtig gut angenommen und kommt live besser als erwartet. Man soll ja bekanntlich aufhören wenns am Schönsten ist, aber als die Zombies  das Alice Cooper Cover „Poison“ anstimmen, ist das Ende des Auftritts doch gefühlt viel zu früh bedrohlich nahe. Aber was solls, genau wie alle im Saal wird nochmal fett mitgesungen, weil eine bessere Version dieses schon oft gecoverten Songs gibt es einfach nicht.

Nach knackigen 80 Minuten ist der Spuk leider schon zu Ende, aber die Leistung, die die vier Jungs auf der Bühne geleistet haben ist einfach nur als bombastisch zu bezeichnen. 100% gute Laune, 100% Rock`n`Roll und 100% geile Horrorsongs. Genau deswegen waren wir da und genauso steht es auch all den anderen Besuchern ins Gesicht geschrieben.

Nach dem Auftritt mischen sich die vier Horrorbillies unter die verbliebenen Zuschauer und sind für jeden Smalltalk zu haben, schreiben Autogramme und übernehmen selber noch den Verkauf ihres Merchandise. Wirklich schade, dass so schöne Tage, auf die man sich ewig freut, immer so schnell vorbei gehen. Aber nun gut, wird mit Sicherheit nicht das letzte Konzert gewesen sein, dass ich von den BLOODSUCKING ZOMBIES FROM OUTER SPACE gesehen habe. Mein Dank geht an diesem Abend geht natürlich in erster Linie an die Band und Stuntman Mike, die heute wirklich alles gegeben und Chris und mir einen sensationellen Konzert- und Interviewtag ermöglicht haben. (michi)

Bloodsucking Zombies From Outer Space – Amboss-Mag – SPEZIAL (Teil 1)

Bloodsucking Zombies From Outer Space – Amboss-Mag – SPEZIAL (Teil 2)

Bloodsucking Zombies From Outer Space – Amboss-Mag – SPEZIAL  (Teil 3)

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