Wieder was erledigt. 2017.

Online seit 27.12.2017

ALBEN

Als ich begann, den Jahresrückblick im Kopf zu planen, dachte ich, dass es nicht sehr viele Jahrhundertalben in 2017 gegeben hat. Das stimmt und auch wieder nicht. Die großen Alten haben allesamt enttäuscht oder sich bestenfalls nicht ruiniert, aber der Untergrund lebt.
Daher hier noch mal die Alben, die ich mir auch nach getaner Rezensentenpflicht immer wieder höre:

ALMYRKVIUmbra

BLUTHARSCH AND THE INFINITE CHURCH OF THE LEADING HAND, DERSucht und Ordnung

DAUTHADen Förste

MAUSOLEUM GATEInto a dark divinity

NAGELFARVinyl Box

SLAEGTDomus Mysterium

WALPYRGUSWalpyrgus Nights

LIVE

Viel gravierender, als die Platten und Livekonzerte, die ich besprochen habe (könnt ihr alles beim Amboss-Mag nachlesen), sind die Platten und Konzerte, die ich nicht besprochen habe. Viel zu wenige Konzerte habe ich besucht und ich bin beschämt, dass gerade in Kassel und Göttingen so vielversprechende Gigs organisiert wurden (PROCESSION in Göttingen, ALMYRKVI, SORTILEGIA oder NIGHT VIPER und INDIAN NIGHTMARE in Kassel, um nur die Konzerte im Dezember 2017 zu nennen, die ich nicht besuchen konnte …). Nehmt euch an mir bitte kein Beispiel, denn es wäre ein schlechtes.

Sogar eine Megaveranstaltung wie das ACHERONTIC ARTS musste sterben, weil es zu viele Menschen gab, die es nicht einrichten konnten, dort aufzuschlagen. Ich bin jetzt schon traurig, dass es im nächsten Jahr nicht im Mai Richtung Oberhausen geht; dafür entschädigten uns Ván Records allerdings mit einer großartigen Touren: (DOLCH), THE RUINS OF BEVERAST, KING DUDE waren unterwegs und auch die bereits erwähnten ALMYRKVI, SORTILEGIA, I I  und SINMARA sind durch hiesige Gefilde gezogen, um die Dunkelheit zu verbreiten. Wenn das der neue Weg sein sollte, dass man verstärkt Bands des Labels auf Tourneen schickt, macht es den Tod des ACHERONTIC ARTS ein wenig erträglicher.

ENTDECKUNG DES JAHRES UND NEUE LIEBLINGSBAND

Neben vielen verdammt guten Bands stach eine Gruppe doch noch deutlich heraus: CRIPPLED BLACK PHOENIX. Die Band ist schlicht und ergreifend atemberaubend.

UND SONST SO?

Eine ganz besondere Freude und Ehre wurde mir zuteil, als mich Götz Kühnemund auf dem Gig von YEAR OF THE GOAT und THE ORDER OF ISRAFEL ansprach, ob ich nicht Lust hätte, dem DEAF FOREVER einige Fotos des Gigs zu verkaufen, da man eigentlich nur zum Spaß dort, aber der Gig so grandios war, dass sie einfach darüber schreiben mussten. Absolut verständlich.

Selbstverständlich habe ich gerne Fotos an das DEAF FOREVER geschickt und hatte Glück, dass sie genommen wurden. Somit durfte ich ein kleiner Teil des Ganzen sein, kaum beachtet und dennoch hat es mich sehr beglückt. Ich hatte schon öfter das Glück, dass meine Fotos in Printmedien veröffentlicht wurden, aber einmal meinen Namen in DEAF FOREVER zu lesen, war mir eine ganz besondere Ehre.

Es gibt aber einen gravierenden Unterschied zwischen dem DEAF FOREVER und den anderen Publikationen: Götz hat nicht eine Sekunde gezögert, mir ein entsprechendes Honorar anzubieten. Etwas, auf das die anderen Hefte nicht einmal im Traum gekommen sind. Es war mir selbstredend eine Freude, das DEAF FOREVER zu unterstützen und daher habe ich das Honorar dankend abgelehnt, wofür ich beim nächsten Aufeinandertreffen mehr als fürstlich mit Getränken und tollen Gesprächen belohnt wurde. Falls jemand Zweifel an der Authentizität von Götz oder der gesamten DEAF FOREVER-Bande hat, dem darf ich versichern: mehr Bodenständigkeit und Korrektheit geht nicht. Alles was man jeden zweiten Monat in unser aller Lieblingsheft liest, stimmt.

Daher nochmal mein Dank für eine schöne Erinnerung an Götz und Felix Patzig und alle anderen Verrückten des DEAF FOREVER.

Und nu’?

Bis nächstes Jahr! (chris)

_