REVIEW

RAVENFIELD „Pain“ (Gothic Rock/Melancholic Metal)

RAVENFIELD

„Pain“
(Gothic Rock/Melancholic Metal)

Wertung: Gut

VÖ: 18.03.2022

Label: Alster Records

Webseite: Homepage / Facebook

Mit „Pain“ erscheint das neue Album der Deutschen Düsterformation RAVENFIELD. Beim Debütalbum “Faith And Fall” fehlte es mir noch am Profil, entweder mehr Gothic oder mehr Rock’n’Roll war für mich die Frage. Die Antwort liefern RAVENFIELD mit ihren 10 neuen Songs. Und gleich beim ersten Durchlauf steht fest, das was mir auf dem Vorgänger gefehlt hat, ist nun vorhanden. Druckvoller, düsterer und melancholischer sind die rockigen Tracks und es wirkt mehr wie aus einem Guss. Das liegt auch am Sound, der aufgenommen und produziert wurde in den DarklandStudios vom End Of Green-Fronter MICHELLE DARKNESS. Ähnlichkeiten in der Musik zu END OF GREEN sind nicht mehr von der Hand zu weisen, zumal neben der Produktion nicht nur der RAVENFIELD Sänger Polo sich weiter Michelle Darkness angenähert hat, der EOG Sänger steuert bei „The Pain“ auch seine Vocals bei. Diese düstere Ballade ist ein Highlight des Albums. Der vielleicht emotionalste Song auf dem Album sorgt mit seinem hohem Melancholieanteil für Gänsehaut und könnte so auch auf einem END OF GREEN Album zu finden sein.

Das Album beginnt gut mit der rockigen Nummer „Faith to Hate“, gefolgt von „Obsession“, einer weiteren guten Nummer. „Killer“ sticht mit seiner Ohrwurmqualität nochmal stärker hervor, und nachdem sich das Album bis hierhin kontinuierlich gesteigert hat, folgt mit „Circles“ (neben dem bereits erwähnten „The Pain“) der beste Track.

Hört man die Stücke weiter durch, gibt es darunter auch welche, die mir nicht weiter im Gehörgang geblieben, aber trotzdem nicht schlecht sind. Gute Füller, die das Album zu einer insgesamt gelungenen Sache machen.

Beim neuen Werk ist bei RAVENFIELD eine richtige Steigerung zum Vorgänger erkennbar und Tracks mit Wiederhörfaktor sind bei dem Mix von Gothic Rock und Melancholic Metal auch mit dabei. Damit hinterlässt das Album einen richtig guten Eindruck, nicht nur für Fans der hier oft genannten END OF GREEN. Einfach mal reinhören, wer düster melancholische Rockmucke mag. (eller)